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Hoffnung für Pleitefirma in Pirna

Für die Pirnaer KTSN gibt es Interessenten aus der ganzen Welt. Schon bald will der Insolvenzverwalter verkaufen. Ob Jobs verloren gehen, entscheidet der Käufer.

Wer kauft den Pirnaer Kunststofftechniker KTSN?
Wer kauft den Pirnaer Kunststofftechniker KTSN? © Daniel Schäfer

Trotz Insolvenzverfahren läuft die Produktion bei der Kunststofftechnik Sachsen, kurz KTSN, in Pirna weiter. Bis Januar hat Insolvenzverwalter Rainer Bähr Zeit, die Firma zu verkaufen. Doch er geht davon aus, seine Aufgabe schon eher zu erfüllen. 

Ein gutes Zeichen ist, dass die Auslastung hoch ist und die  Kunden normal weiter bestellen, sich also nicht aus Angst bevorraten. Das spreche für das Vertrauen in die KTSN. Die Beständigkeit ist auch ein  Grund, weshalb sich viele für die Firma interessieren. Bähr spricht unter anderem von Unternehmen in  Portugal, der Türkei, Amerika und Deutschland. Er sei schon relativ weit, wobei Reiseeinschränkungen auch wieder zu Verzögerungen führen. Bis Ende November will er konkrete Ergebnisse vorlegen. Seit 2007 gehört KTSN zur indischen Minda-Gruppe.

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Perspektivisch Zuwachs denkbar

Von den aktuell rund 300 Beschäftigten sind 90 Leiharbeiter in der Produktion und Montage. In diesem Bereich kann sich Bähr Entlassungen nicht vorstellen. Die sind eher dort denkbar, wo es Schnittstellen gibt, sprich in der  Verwaltung. Und das eher bei einem deutschen Käufer als einem ausländischen. Wie die künftige Personalplanung aussieht, liege beim neuen Eigentümer. Bähr sieht gute Chancen, viele Pirnaer Arbeitsplätze zu erhalten. Insbesondere in der Produktion und Montage sei perspektivisch sogar ein Zuwachs denkbar.

Der Pirnaer Betrieb ist einer von drei Autozulieferern, die im Frühjahr in Insolvenz gingen.  Für Veritas mit Standorten in Neustadt/Sachsen und Polenz rechnet der Insolvenzverwalter, zum Jahreswechsel einen Investor präsentieren zu können. Druckguss Dohna ist bereits zum zweiten Mal insolvent. Aber auch hier ist der Insolvenzverwalter optimistisch.

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