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Lindners neue Schänke

Vom Dohnaer Ratskeller in die Oberlausitz: Dort erfüllt sich jetzt der Traum von Jana und Daniel Lindner.

Dem Koch auf die Finger gucken: Jana und Daniel Lindner haben jetzt ihre Grenzschänke in Friedersdorf eröffnet. Anfang des Jahres waren sie noch die Wirtsleute des Dohnaer Ratskellers.
Dem Koch auf die Finger gucken: Jana und Daniel Lindner haben jetzt ihre Grenzschänke in Friedersdorf eröffnet. Anfang des Jahres waren sie noch die Wirtsleute des Dohnaer Ratskellers. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Endlich wieder am Herd stehen, endlich wieder die Gaststube voll, endlich was Eigenes. Diese drei Wünsche von Jana und Daniel Lindner sind jetzt wahr geworden. In Friedersdorf in der Oberlausitz haben sie Grenzschänke gekauft, umgebaut und nun endlich eröffnet. Daniel Lindner kocht - wie schon im Dohnaer Ratskeller - vor den Augen seiner Gäste, und Jana Lindner verzaubert sie mit ihrem Charme. 

Der erste Tag ist ein voller Erfolg gewesen. "Wir sind zufrieden", sagt Daniel Lindner.  Auch für die kommenden Tage hat das Wirtsehepaar schon viele Reservierungen. Und immer wieder klingelt das Telefon, weil jemand einen Tisch reservieren möchte. "Die Leute nehmen das gut an", sagt Jana Lindner. Selbst Stammgäste aus dem Dohnaer Ratskeller sind schon nach Friedersdorf gereist. "Sie nutzen das gleich als Tagesausflug." Kein Wunder, so wie die Lindners von ihrer neuen Heimat schwärmen. Sie sind von Dresden in die Schänke gezogen, wohnen also über ihrem Arbeitsplatz, wenn man das so bezeichnen kann. Für die beiden ist die Schänke mehr, es ist ihr Leben. 

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Wieder aufgetaucht und angekommen

Der Ratskeller in Dohna  war es auch schon, doch er war nur gepachtet, und sie wollten etwas Eigenes. Am Ende kam das Problem fehlenden Personals dazu. Das Aus zu Beginn des Jahres war überraschend, auch für Dohna. Doch schon beim Weggang sagten Lindners, sie tauchen wieder auf. Sie fanden das über 250 Jahre alte Haus der Grenzschänke und sind nun dort aufgetaucht und angekommen. 

Der Umbau dauerte länger als gedacht und barg manche Überraschung. Lindners entkernten die Küche komplett und erneuerten sie. Das war so zunächst nicht vorgesehen, doch beim genaueren Hinsehen nicht zu umgehen. Das und die Frühjahrs-Coronawelle führten zu den Verzögerungen. Bislang hatten sie bereits sonntags Speisen angeboten und gelegentlich den Biergarten am Hafen der Spree geöffnet, um sich in Friedersdorf und Umgebung bekannt zu machen. Die beiden Ex-Dresdner sind von  Friedersdorf begeistert. "Wir sind super aufgenommen worden. Viele örtliche Handwerker haben uns geholfen", sagt Lindner und schwärmt von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute.

Das Fernsehen war auch schon da

Jetzt sind die Bauarbeiten abgeschlossen und der volle Betrieb startet. Das Personalproblem werden Lindners in Friedersdorf nicht haben. Sie arbeiten ganz bewusst nur zu zweit. Er kocht, sie bedient die Gäste. Die  Arbeitsteilung wollen sie so beibehalten. "Es soll klein und familiär bleiben", sagt Daniel Lindner. Deshalb steht auch draußen dran, was sie sich schon in Dohna wünschten: "Lindners Grenzschänke".

"Wir sind angekommen, fühlen uns hier zu Hause", sagt Daniel Lindner, während er in der nagelneuen Edelstahlküche Zwiebeln für den Kartoffelsalat schneidet. Der wird zum Wiener Schnitzel serviert und muss fertig werden, am Abend hat er die Gaststube wieder voll. Die meisten Gäste haben schon reserviert. Derweil ist seine Frau Jana im Gastraum mit einem Filmteam zugange. Der Nachrichtensender ntv dreht eine Reportage zur B96 und hat auch einen Part aus Lindners Grenzschänke eingeplant. Um die Weihnachtszeit  soll der Beitrag ausgestrahlt werden. Dann wird das Bestellbuch wohl noch schneller voll.

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