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SOE: Wenn der Müll noch teurer wird

Zwei Mal im Jahren müssen Grundstückseigentümer Müllgebühren bezahlen. Während Großvermieter sich dran halten, sind Private eher säumig.

Der Müll wird abgeholt - und zwei Mal im Jahr müssen Grundstückseigentümer dafür bezahlen.
Der Müll wird abgeholt - und zwei Mal im Jahr müssen Grundstückseigentümer dafür bezahlen. © Norbert Millauer

Rechnungen bekommt keiner gern. Daran ändert auch nichts, dass die für die Müllentsorgung Bescheide heißen. Zwei Mal im Jahr flattern sie den Grundstückseigentümern ins Haus. Im Abfallzweckverband Oberelbe mit den Kreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Riesa-Großenhain und Meißen sind das jedes Jahr rund 114.000.

Etwa ein Zehntel bekommt eine Mahnung. Von diesen rund 11.500 Betroffenen lassen es etwa 40 Prozent auf eine Vollstreckung ankommen, sagt der Verband. Das macht zwar nur zwei Prozent der jährlichen Gesamtforderungen des Verbandes aus, ist aber für beide Seiten mit zusätzlichem Ärger verbunden, der in sieben bis zehn Prozent der Fälle mit Pfändungen endet. Die hauptsächlichen Gründe sind Zahlungsschwierigkeiten, sagt der Abfallzweckverband.

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Mahnung kostet schon fünf Euro

Die Alternative zu den Problemen ist das Vereinbaren von Ratenzahlungen. Dieses Jahr gab es dafür bereits rund 80 Anträge, die nach einer Prüfung meist genehmigt werden. Schließlich kann der Verband da relativ sicher sein, dass er sein Geld bekommt - ohne Vollstreckung.

Die säumigen Zahler sind vorwiegend die privaten Grundstücksbesitzer, Großvermieter selten, sagt der Abfallverband. Das könnte auch daran liegen, dass die Großvermieter die Kosten ja über die Betriebskosten von den Mieter wiederbekommen.

In der Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind die Bescheide zum 21. Mai und 5. November zu bezahlen. Wer nach drei Wochen noch nicht bezahlt hat, wird gemahnt - mit einer Gebühr von fünf Euro.

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