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Neue Busse für den Regionalverkehr

Vier neue Fahrzeuge verbessern den Komfort für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Passagiere mit Kinderwagen. Die Investition war lange geplant.

Die RVSOE hat vier neue Busse im Einsatz. Eine Besonderheit ist die größere Tür im Einstieg vorn.
Die RVSOE hat vier neue Busse im Einsatz. Eine Besonderheit ist die größere Tür im Einstieg vorn. © Daniel Schäfer

Einer der neuen Linienbusse rollt heran. Die vordere Tür öffnet sich unerwartet weit, die Einstiegshöhe ist niedrig. Die Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE) hat vier neue Busse vom Typ Setra S 418 LE Business angeschafft. Geliefert wurden die 14,60 m langen Fahrzeuge von der EvoBus GmbH aus dem Werk Neu-Ulm. Die Dieselfahrzeuge sorgen für noch mehr Komfort und Sicherheit, heißt es vom Verkehrsunternehmen.

Breitere Türen verbessern Komfort für Fahrgäste

Seit vergangener Woche sind die neuen Busse im Einsatz. Auf den ersten Blick unterscheiden sie sich nicht wesentlich von den bisherigen. Bei den Details aber schon. Natürlich verfügen die neuen Busse über eine Klimaanlage. Vor ihrem ersten Einsatz in der Region wurden sie noch mit einem Abbiege-Assistenten ausgestattet. Die Technik soll den Fahrern ein sicheres Rechts-Abbiegen ermöglichen. Befindet sich jemand im toten Winkel, erhält der Fahrer ein Warnsignal.

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Ein weiterer Fortschritt der Fahrzeuge ist der behindertengerechte Zugang. Die Tür für den Vordereinstieg fällt bei diesem Modell etwas breiter aus. "Damit wird der Zutritt für Fahrgäste noch komfortabler", heißt es vom RVSOE. Eine entsprechende Aufstellfläche im Bus für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder ist vorhanden, ebenso eine zweite Tür für den Ein- und Ausstieg.

Bis zu 116 Fahrgäste können die neuen Busse jeweils befördern, davon 57 im Sitzen. Weil bei voller Auslastung in Corona-Zeiten aber nicht mehr der empfohlene Abstand zwischen den Fahrgästen eingehalten werden kann, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben.

RVSOE ohne Kurzarbeit durch den Lockdown

Die Anschaffungskosten belaufen sich laut Regionalverkehr auf rund 290.000 Euro je Fahrzeug. Die Busse wurden nach der Lieferung noch mit den erforderlichen Bordrechnern und der Abfertigungstechnik ausgerüstet. Sie sollen hauptsächlich auf stark frequentierten Linien eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die Linien 360, 333 und 261.

Die Investition war schon länger geplant. Da war an eine Corona-Epidemie noch nicht zu denken. Wegen der Lockdown-Maßnahmen hat der RVSOE massive Verluste erlitten. Die Einnahmen gingen zurück, weil viele Menschen in Kurzarbeit oder wegen Homeoffice zu Hause waren und sind. Die Zahl der Urlauber hat sich drastisch reduziert.

Die Ausgaben konnten aber nicht in dem Maße reduziert werden, weil der komplette Linienverkehr so lange wie möglich aufrechterhalten beziehungsweise schnell wieder eingerichtet wurde. "Im Frühjahr wurden lediglich Überstunden abgebaut", erklärte RVSOE-Geschäftsführer Uwe Thiele. Kurzarbeit musste nicht angemeldet werden.

Alte Fahrzeuge werden ausgemustert

Derzeit kommen 241 Linienbusse auf 71 Regionalbuslinien und 19 Stadtbuslinien sowie im freigestellten Schülerverkehr im Bediengebiet der RVSOE GmbH zum Einsatz. Das umfasst hauptsächlich das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Im Zuge dieser Neubeschaffung werden alte Fahrzeuge ausgemustert. Insbesondere jene Busse werden aus dem Fuhrpark genommen, die in bei den Abgasnormen im schlechteren Bereich liegen, heißt es vom Unternehmen.

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