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Pirnas Hotel, das nie gebaut wurde

Im Gewerbegebiet Sonnenstein war einst eine große Herberge geplant. Nun wird das dafür vorgesehene Areal umgewidmet - weil es an solchen Flächen mangelt.

Gewerbepark Sonnenstein: Auf der Fläche links oben war einmal ein Hotel geplant. Nun soll daraus ein normales Gewerbegrundstück werden.
Gewerbepark Sonnenstein: Auf der Fläche links oben war einmal ein Hotel geplant. Nun soll daraus ein normales Gewerbegrundstück werden. © Daniel Schäfer

Der Gewerbepark Pirna-Sonnenstein erstreckt sich beidseits der Longuyoner Straße bis fast zum Ortsausgang. Das Areal zählt zu den kleineren Gewerbegebieten, mehrere Autohäuser, eine Firma für Elektroanlagenbau, eine Druckerei, eine Schlosserei und weitere Dienstleister haben sich dort niedergelassen. Die großen Flächen sind alle bebaut - bis auf eine.

Ganz am Ende der Longuyoner Straße, zwischen Wendeschleife und B 172, liegt noch ein reichlich 10.000 Quadratmeter großes Grundstück, das noch frei ist.

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Begrenzt wird diese Fläche im Norden durch die Longuyoner Straße und dem Unterrichtsstudio Pirna, im Süden durch die B 172, im Westen durch die vorhandenen Gewerbeflächen, im Osten durch angrenzende Felder. Diesem Areal war einst etwas Großes und Spezielles zugedacht.

Der Hotel-Investor für Sonnenstein bleibt aus

Im Bebauungsplan für dieses Gebiet, beschlossen 1994, war dieses direkt an die B 172 grenzende Baufeld aufgrund der dort entstehenden Eingangssituation in die Ortslage Pirna für ein zwingend viergeschossig zu errichtendes Gebäude vorgesehen.

Ganz konkret sollte dort ein Hotel entstehen, das sich in seiner Kubatur von der umliegenden Bebauung deutlich abheben sollte.

Doch in nunmehr über 25 Jahren fand sich kein Investor, der dieses Projekt realisierte. Und schon seit geraumer Zeit zeichnete sich ab, dass dort wohl niemand jemals ein Hotel bauen wird.

Inzwischen braucht es einen solchen Investor auch gar nicht mehr, denn die Stadt und die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) haben mit dem Grundstück etwas anderes vor.

In Pirna fehlen Gewerbegrundstücke

Denn das Problem ist: In Pirna mangelt es an Gewerbeflächen, vor allem an größeren. SEP-Geschäftsführer Christian Flörke muss seit geraumer Zeit immer wieder Anfragende vertrösten oder ihnen gar absagen, weil es kein geeignetes Grundstück für sie gibt. Anfragen gibt es auch nach Flächen im Gewerbepark Sonnenstein, doch dort hatte die SEP nur noch ein etwa 850 Quadratmeter großes Areal zu bieten. Doch das soll sich nun ändern.

Der Stadtrat beschloss vor einiger Zeit, den Bebauungsplan für dieses Gebiet zu ändern. Das betrifft vor allem das 10.000 Quadratmeter große Grundstück neben der Wendeschleife. Geplant ist, das aus dem einst für den Hotelbau reservierten Areal ganz reguläre Gewerbeflächen für Betriebe werden, damit sich die Gewerbenutzung im Bereich des bestehenden Bebauungsplanes zwischen Longuyoner Straße und B 172 fortsetzen kann. Das Grundstück wird in zwei Parzellen geteilt, sodass sich dort künftig zwei potenzielle Investoren niederlassen können. Die künftig dort gestattete Bebauung soll der bereits vorhandenen ähneln, dass betrifft vor allem die Höhe sowie die Grundfläche der Gebäude.

Attraktiver Standort dank Südumfahrung und A17

Mit der Änderung, so der Ansatz der Stadt und der SEP, ließen sich die Grundstücke dann flexibler vermarkten. Attraktiv sei der Standort ohnehin, weil er bald fast unmittelbar an die neue Pirnaer Südumfahrung angebunden ist - die nur wenige hundert Meter entfernt vom Gewerbepark auf die bestehende B 172 trifft. Damit gibt es auch eine sehr komfortable Anbindung an die A17. Laut SEP-Geschäftsführer Christian Flörke gebe es bereits erste Interessenten für die beiden Gewerbegrundstücke auf dem einstigen Hotel-Areal.

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