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Sparkasse: Angst vor der Kontosperrung

E-Mails mit fragwürdigem Inhalt haben nur ein Ziel: Das Geld der Kunden. 40 fielen zuletzt darauf ein. Schaden entstand keiner. Aber das muss nicht immer so sein.

Die PushTAN ist eine feine Sache, die aber auch Gauner schon für sich entdeckt haben.
Die PushTAN ist eine feine Sache, die aber auch Gauner schon für sich entdeckt haben. © dpa-Zentralbild

Die Gauner stellen sich schnell auf Veränderungen ein. Seit es die Push-TAN bei der Sparkasse gibt, haben sie die auch für sich und ihre Gaunereien entdeckt. Mit Mails zum Betreff "Ihre S-PushTAN App-Registrierung läuft bald ab und wird gesperrt" wollen sie Angst machen, verunsichern und vor allem, an Daten kommen, die ihnen dann ermöglichen, Konten leerzuräumen. Sie versuchen, sich über gefälschte Links Passwörter zu ergaunern, um dann Zugang zu den Konten zu bekommen. Beliebt sind auch E-Mails bzw. Nachrichten wie "Ihr Konto wurde vorübergehend gesperrt" oder "Sie müssen Ihre Zugangsdaten aktualisieren" enthalten.

Im Notfall sofort anrufen, auch am Wochenende

Die dringend klingende E-Mail lockt die Kunden dann über einen Link auf täuschend echt aussehende Kopien der originalen Website. Auf den manipulierten Seiten sollen Sie dann Geheimzahl (PIN) oder Einmalpasswort (TAN) eingeben. Vermeintlich, um Ihr Konto wieder freizuschalten. Stattdessen erbeuten die Datendiebe hochsensible Informationen.

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In den vergangenen sechs Monaten dokumentierte die Ostsächsische Sparkasse 40 Fälle, bei denen Kunden auf diese, sogenannte Phishing-Mails hereinfielen. Im Verhältnis zu den insgesamt rund 600.000 Privatkunden ein verschwindend geringer Teil, der zeigt, dass die Hinweise von Polizei und Banken Erfolg haben.

Wie falsche Mails erkennen und was tun?

  • Die Anrede ist in vielen Fällen unpersönlich und lautet „Sehr geehrte/r Kundin/Kunde“.
  • In der Regel geht es um Kontosperrungen, angeblichen Identitätsdiebstahl, Zustimmung zur Datenschutzgrundverordnung, Datenabgleich oder Ähnliches. Die E-Mails machen dem Empfänger entweder gezielt Druck oder versprechen Gewinne und Sonderangebote.
  • Der Text fordert dazu auf, einem Link zu folgen und auf einer Internetseite Daten einzugeben.
  • Die Adresse in der Internetzeile weist häufig Schreibfehler oder Buchstabendreher auf.
  • Keine unerwarteten Anhänge öffnen, sie können Schadsoftware enthalten.
  • Im Zweifel den Berater bei der Sparkasse oder Bank anrufen.

In allen 40 Fällen konnte Schaden komplett von den Kunden abgewendet werden, sagt Marcus Herrmann, der stellvertretende Unternehmenssprecher. Damit das auch künftig so ist, rät er: "Stellen Kunden einen Betrug fest, sollen sie sofort, auch am Wochenende, anrufen. Unter 0351 4550 wird ihnen sofort geholfen."

Damit es gar nicht erst soweit kommt, gilt: Weder die Ostsächsische Sparkasse Dresden noch andere Banken oder professionelle Internet-Händler bitten ihre Kunden, aus einer E-Mail heraus Internetseiten zu öffnen und dort Kontodaten einzugeben. Die Sparkasse bittet, ihr verdächtige Mails an die Sparkasse weiterzuleiten. Sie werden dann geprüft und es wird versucht, die weitere Verbreitung bestmöglich zu verhindern.

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