merken
PLUS Pirna

Wer von der Städtebauförderung profitiert

Die Porschendofer Mühle, der Bahnhof Helbigsdorf und Wohnstallhäuser bei Dipps und Pirna: Von Millionen Euro vom Freistaat fließen viele nach SOE.

An der Porschendorfer Mühle wurde mit Fördergeld ein Teil der Fassade saniert.
An der Porschendorfer Mühle wurde mit Fördergeld ein Teil der Fassade saniert. © Steffen Unger

Die Porschendorfer Mühle hat wieder eine ansehnliche Fassade. Das Objekt ist eines von vielen Industriedenkmalen in Sachsen, das mithilfe von Fördermitteln saniert werden konnte. Dazu zählen auch der ehemalige Bahnhof Helbigsdorf bei Wilsdruff oder die Bienert- und Zeibigmühle in Königstein. Dort wurden Sicherungsmaßnahmen finanziell unterstützt.

Mit Hilfe von Förderprogrammen wurden im Jahr 2020 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Gesamtinvestitionen an Denkmalobjekten von rund vier Millionen Euro umgesetzt, teilt das Landratsamt mit.

Anzeige
Unschlagbare Schnäppchen bei NORMA
Unschlagbare Schnäppchen bei NORMA

Ab dem 25. Januar gibt es bei NORMA wieder zahlreiche Rabattaktionen. Hier finden Sie die besten Angebote und Aktionsprodukte aus dem aktuellen Prospekt.

Das alte Bahnhofgebäude aus dem 19. Jahrhundert in Helbigsdorf bei Wilsdruff ist ein Industriedenkmal, das auch mithilfe von Fördermitteln erhalten werden soll.
Das alte Bahnhofgebäude aus dem 19. Jahrhundert in Helbigsdorf bei Wilsdruff ist ein Industriedenkmal, das auch mithilfe von Fördermitteln erhalten werden soll. © Daniel Schäfer

Hilfe für private Eigentümer

Beispielhaft genannt wurden zudem die komplexen Sanierungen an Wohnstallhäusern in Hennersdorf bei Dippoldiswalde und Goes sowie an zwei großen Objekten im Schlossensemble von Maxen. Im vergangenen Jahr konnten so auch die mehrjährigen Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen am ehemaligen Erbgericht in Kreischa sowie an der Emmauskirche in Freital-Potschappel abgeschlossen werden.

Auch Eigentümer von denkmalgeschützten Umgebindehäusern wurden unterstützt. Beispiele dafür gibt es in Lohmen, Ottendorf, Hinterhermsdorf und Sebnitz. Bei einem Teilgebäude des ehemaligen Rittergutes Röhrsdorf konnte mit Fördermitteln das Dach und die Fassade umfangreich saniert werden.

Zuschüsse bis 50.000 Euro

Wie wichtig die Unterstützung der Eigentümer von Denkmalen ist, zeigt sich auch daran, dass die Zahl der Anträge 2020 gestiegen ist und nicht alle Antragsteller berücksichtigt werden konnten. Aber immerhin konnten im vorigen Jahr 76 Prozent der eingereichten Förderanträge von einer Zuwendung partizipieren.

Von den geförderten Objekten waren 70 Prozent von privaten Denkmaleigentümern. Die restlichen Förderprojekte waren welche von Unternehmen, Kirchen, Kommunen und Vereinen. Gefördert wurden aber nur die denkmalbedingten Mehraufwendungen, und zwar in der Regel mit einem Fördersatz von 40 Prozent. Die Höhe der einzelnen Zuschüsse lag zwischen 900 Euro und 50.000 Euro.

Nun wurde vom Freistaat auch noch das befristete Sonderprogramm "Dächer dicht - Sicherung der Außenhülle" aufgelegt. Dem Landkreis stehen damit 100.000 Euro zur Verfügung. So wurde 2020 beispielsweise die Stiftung „Friedensburg & Felsengrund“ bei einem Objekt in Rathen unterstützt. Im Referat Denkmalschutz des Landratsamtes werden in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege für die folgenden Jahre Prioritätenlisten erstellt, heißt es.

Noch mehr Nachrichten aus Pirna, Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz.

Mehr zum Thema Pirna