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Bahn untersucht Tunnel-Baugrund

Egal ob Volltunnel oder nicht, vor dem Bau muss im Osterzgebirge gebohrt werden. Die Proben werden in Pirna untersucht.

In Großsedlitz begannen im vergangenen Sommer die Probebohrungen der Bahn.
In Großsedlitz begannen im vergangenen Sommer die Probebohrungen der Bahn. © Daniel Schäfer

Vor dem Tunnel kommt das Bohren: Seit August vorigen Jahres und noch bis Mai arbeiten sich Bohrer in die Tiefe der Erde vor. In Großsedlitz wurde damit begonnen, es folgten Niederseidewitz, Borna und Gersdorf, die letzten Stationen sind Börnersdorf und Breitenau. Bei den Bohrungen werden Proben aus den Erdschichten entnommen, die in Pirna gelagert werden. Dort erfolgt eine erste Untersuchung und Kategorisierung. Später werden dann die Bohrkerne ausgewählt, die weiter, diesmal mechanisch und chemisch, untersucht werden. Ende dieses Jahres wird die erste Bohrkampagne abgeschlossen, teilt die Bahn mit.

Bis 2024 wird geplant

Die Probebohrungen und Untersuchungen sind Teil der Planungen für die neue Bahnstrecke Dresden-Prag. Bis 2024 wird geplant. Dann soll der Variantenvergleich zwischen Volltunnel-Variante und teilweise oberirdischer Variante vorliegen, auf dessen Grundlage der Favorit für die Umsetzung festgelegt wird. Damit geht das Projekt dann in den Deutschen Bundestag. Erst danach ist aus Sicht der Bahn eine zuverlässige Kostenschätzung und Terminplanung möglich.

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Die Bahnstrecke Dresden-Prag ist ein wesentlicher Abschnitt der Transeuropäischen Netze Richtung Südosteuropa. Da die bestehende Strecke im Elbtal nicht erweiterbar ist, wird eine Trasse mit einem Tunnel unter dem Erzgebirge geplant. Die Landesdirektion hat im Raumordnungsverfahren dafür zwei Korridore als prinzipiell möglich bewertet. Ein sehr breiter Bereich steht für die Volltunnel-Variante, ein etwas schmalerer für die teils oberirdische Lösung zur Verfügung. Die Bahn plant für beide Bereiche, um die optimale Variante zu finden.

Dohma will den Volltunnel

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Für die Bürgerinitiative Dohma ist klar, welche das ist: die mit dem Volltunnel. Die teiloffene Strecke würde nämlich Tunneleinfahrt und Überholbahnhof unmittelbar in der Nähe von Dohma bedeuten. Bei einem Volltunnel wären hingegen die Heidenauer die Leidtragenden. Die Stadt ist ohnehin schon von den Bahngleisen durchschnitten. Daran ändert auch der Schallschutz nichts, der in den nächsten Jahren schrittweise verbessert wird.

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