merken
Pirna

Weniger Arbeitslose im Landkreis

Die Quote liegt wieder unter fünf Prozent. Die Wirtschaft stabilisiert sich. Es gibt auch noch Chancen auf Ausbildungsstellen.

Die Arbeitsagentur verkündet sinkende Arbeitslosenzahlen.
Die Arbeitsagentur verkündet sinkende Arbeitslosenzahlen. © Egbert Kamprath

Fast erleichtert teilt die Arbeitsagentur Pirna mit, dass sich im Monat September "der Arbeitsmarkt endlich etwas erholen konnte, über alle Personen- und Altersgruppen hinweg, mit Ausnahme der Langzeitarbeitslosen". Das sagte die Chefin der Arbeitsagentur, Gerlinde Hildebrand. Langzeitarbeitslos sind 2.087 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis.

Im September waren in der Region insgesamt 6.232 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 259 Personen weniger als im August dieses Jahres. Die Arbeitslosenquote sank von 5,1 auf 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es jetzt jedoch 937 Arbeitslose mehr.

Anzeige
Virtuell schweißen und lackieren
Virtuell schweißen und lackieren

In njumii - das Bildungszentrum des Handwerks können verschiedene Arbeitsschritte auch digital geübt werden.

Zählt man noch diejenigen hinzu, die sich in Qualifizierungen oder ähnlichen Maßnahmen befinden - die sogenannte Unterbeschäftigung -, haben knapp 8.000 Menschen im Landkreis keine Arbeit. Das sind jedoch 250 weniger als im August. Der Anteil der Männer an den Arbeitslosen ist mit 58 Prozent höher als der der Frauen.

Nachfrage auf Bau und im Gastgewerbe

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist laut Arbeitsagentur wieder angestiegen. Parallel dazu haben wesentlich weniger Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Im August seien bei der Arbeitsagentur 18 neue Anzeigen eingegangen. Im April war es das Tausendfache.

Arbeitgeber aus dem Landkreis meldeten im September der Arbeitsagentur 415 neue Stellenangebote, insbesondere in der Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, dem Handel sowie im Gastgewerbe. Insgesamt waren 1.900 freie Arbeitsstellen aus der Region beim Arbeitgeber-Service registriert. Auch eine Ausbildung könne man noch beginnen. 

© SZ Grafik


Am leichtesten haben es gegenwärtig Fachkräfte, in den Branchen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, eine Arbeitsstelle zu finden.

Die Entwicklung in den vier Geschäftsstellen der Arbeitsagentur war etwa gleich - mit leicht fallender Tendenz der Arbeitslosigkeit. Nur in Sebnitz stagnierte die Zahl auch im September. Die höchste Arbeitslosenquote gab es mit 5,3 Prozent in Pirna, gefolgt von Sebnitz mit 5,0 Prozent und Freital mit 4,8 Prozent. Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit im Geschäftsbereich Dippoldiswalde mit 3,8 Prozent am niedrigsten .

Noch mehr Nachrichten aus Pirna, Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz.

Mehr zum Thema Pirna