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Wreesmann ist wieder da

Ein knappes Jahr nach dem Feuer in der Filiale auf dem Sonnenstein in Pirna ist der Sonderpostenmarkt nun wieder geöffnet. Und die Kunden kommen in Scharen.

Der Sonderpostenmarkt Wreesmann auf dem Pirnaer Sonnenstein.
Der Sonderpostenmarkt Wreesmann auf dem Pirnaer Sonnenstein. © Norbert Millauer

Bis zum Rand gefüllte Einkaufswagen. Reihen um Reihen mit reduzierten Produkten. Lange Schlangen an den Kassen. An diesem Morgen bleibt kein Schnäppchen im Regal. Ob Süßigkeiten, Drogerieartikel oder Tiernahrung, es ist kaum ein Produkt in Sicht, das nicht in irgendeiner Form reduziert ist. Direkt im Eingangsbereich warten Damen- und Herrenfahrräder für nur 99,99 Euro - und die Nachfrage ist groß. Seit Montagfrüh ist der Wreesmann-Sonderpostenmarkt auf dem Pirnaer Sonnenstein wieder da. Und die Kunden kommen sofort in Scharen.

Sie teilen sich die schmalen Gänge mit geschäftig umherlaufenden Mitarbeitern, die Fragen beantworten und den Weg zu verschiedensten Produkten zeigen. Die Resonanz auf den neuen Wreesmannmarkt ist positiv. "Er sieht wesentlich besser aus als vorher", meint einer der Kunden. Mit Sitzpolstern unter dem Arm sagt der 74-jährige, dass  er  mit den Veränderungen sehr zufrieden ist. 

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Nicht einfach nur wiederaufgebaut

Zufrieden ist auch der Vertriebsleiter Uwe Heyne. Neben der Beseitigung der Brandschäden und der Sanierung habe man die Gelegenheit genutzt, auch bauliche Veränderungen vorzunehmen und das Ladenlayout zu optimieren, sagt er. Es war von Anfang an nicht geplant, das Geschäft wieder so herzurichten, wie es vor der Schließung war. Der Laden kommt einem voller vor - und das liegt nicht allein an den zahllosen Schnäppchenjägern. Die vielen Gänge erinnern an ein Labyrinth - ohne dass es aber unübersichtlich wäre. Die Produkte warten ordentlich aufgereiht darauf, gekauft zu werden. Von Lebensmitteln bis Gartenmöbeln ist so ziemlich alles zu finden.

Dass es gut läuft, dafür sind nicht zuletzt die Mitarbeiter verantwortlich. Freundlich und zuvorkommend kümmern sie sich um die Kundschaft. Laut Vertriebsleiter Heyne handelt es sich bei der Belegschaft größtenteils um dieselben Kollegen, die auch vor der Schließung schon in der Niederlassung auf dem Sonnenstein angestellt waren. Während der Zeit des Wiederaufbaus wurden sie auf andere Wreesmannfilialen in der Umgebung verteilt und konnten nun an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren.

Das Feuer im Wreesmann am zweiten Weihnachtsfeiertag 2019.
Das Feuer im Wreesmann am zweiten Weihnachtsfeiertag 2019. © Marko Förster

Erst brennt es, dann kommen die Diebe

Ein Dreivierteljahr ist es her, dass der Sonderposten zuletzt regulär geöffnet hatte. Am zweiten Weihnachtsfeiertag des vergangenen Jahres kam es in der Filiale zu einem verheerenden Brand im Lager des Marktes. 75 Feuerwehrleute kämpften über anderthalb Stunden mit den Flammen. 100 Kilogramm Feuerwerkskörper, die vor Silvester verkauft werden sollten, sind damals in die Luft gegangen oder unbrauchbar geworden und hatten dabei zahllose andere Artikel in Brand gesteckt. Zudem wurde durch den Brand eine Wasserleitung beschädigt, was dazu führte, dass die Verkaufshalle teilweise unter Wasser stand. Es wurde von Fremdverschulden ausgegangen.

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In den darauffolgenden Tagen machten sich Diebe die Schließung des Ladens zunutze und brachen ein. Gewaltsam öffneten sie Büros auf und entwendeten einen Tresor, in dem sich 1.600 Euro befanden. Wenig später kam es erneut zu einem Einbruch, bei dem die Polizei zwei 29-jährige auf frischer Tat stellen konnte.

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