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Pirnaer bereiten ihrem Olympiasieger einen grandiosen Empfang

Trotz Eiseskälte kamen mehr als 400 Menschen am Donnerstagabend auf den Marktplatz, um Bobpilot Francesco Friedrich und seine Anschieber zu feiern. Die Sportler gaben fleißig Autogramme und genossen einige Überraschungen.

© Daniel Förster

Von Christian Eissner

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Pirna. Das hat er sich verdient: Trotz einer Temperatur von fünf Grad unter Null und eisigem Wind bereiten mehr als 400 Pirnaer und Gäste ihrem Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich am Donnerstagabend auf dem Marktplatz einen lautstarken Empfang. Und da der Bobsport nichts für Einzelkämpfer ist, werden seine Anschieber Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis selbstverständlich mit genauso viel Jubel bedacht.

Dank an die Athleten

Der Kreissportbund hat Bühne, Glühweinausschank und Riesen-Videoleinwand organisiert, auf der die großartigen Olympia-Momente des flinken Franz und seiner Truppe noch einmal präsentiert werden: die nervenaufreibenden Zweier-Läufe mit grandioser Aufholjagd und dem gemeinsamen Olympiasieg mit den Kanadiern. Und der wesentlich abgeklärtere Vierer-Triumph, bei dem das Friedrich-Quartett unglaubliche 0,53 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten um Teamkollege Nico Walther herausfuhr. „Das sind immer noch Gänsehaut-Momente, wenn man das sieht“, sagt ein bestens gelaunter Francesco Friedrich auf der Bühne.

Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke kommt gratulieren, ebenso der Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Jörg Baumbach. Wie viele andere Olympioniken aus der deutschen Mannschaft ist Francesco Friedrich bei der Bundespolizei angestellt. André Hahn, Bundestagsabgeordneter der Linken aus Gohrisch, hat sich derweil unter die Zuschauer gemischt. Er ärgert sich ein bisschen, dass er die Bob-Entscheidungen in Pyeongchang nicht live hat sehen können. Als Mitglied des Bundestags-Sportausschusses besuchte er zwar die Spiele in Südkorea, war allerdings schon wieder weg, als Franz seine Siege einfuhr.

Zwei Überraschungen warten während der Feier noch auf die Athleten: Das Postunternehmen Post Modern überreicht Francesco Friedrich den großformatigen Druck einer Sonderbriefmarke – goldene 60 Cent, die ab sofort auf alle Sendungen geklebt werden können, die mit der roten Post verschickt werden. Außerdem dürfen die Sportler eine riesige Bob-Torte anschneiden, die die Pirnaer Konditorei Schreiber für die Feier gebacken hat.

Auf zur Heim-WM 2020

Die Unterstützung aus der Stadt und der Region ist ungeheuer wichtig für Francesco Friedrich. Eine Gemeinschaft von 50 kleinen und mittelständischen Firmen, die sich zur Sponsoren-Allianz Bobteam Friedrich zusammengeschlossen haben, geben jeweils Beträge zwischen 500 und 10 000 Euro pro Jahr und helfen auch mit Sachleistungen, damit Friedrich sich auf seinen Sport konzentrieren kann, der immerhin rund 100 000 Euro pro Saison kostet. Sein Erfolg ist damit auch ein Erfolg der Sponsoren, die sich im Anschluss an die öffentliche Feier zu einem kleinen Empfang im Rathaus treffen.

Unterdessen geben die Bob-Sportler auf der Marktbühne fleißig Autogramme und stehen für Fotos bereit. Die Kälte scheint ihnen nichts auszumachen, sie sind eisigen Wind aus Pyeongchang gewohnt.

Und dann gibt noch der Oberbärenburger Bob-Erfolgstrainer Gerd Leopold den Pirnaern von der Bühne aus zwei Versprechen: Erstens wird er bis zur nächsten Winter-Olympiade 2022 in Peking seine Athleten weiter führen – auch wenn er dieses Jahr 60. Geburtstag feiert. Zweitens wird das nächste große Bob-Ereignis, die Heim-WM in Altenberg 2020, eine mindestens genau so tolle Sache wie die vergangenen Olympischen Spiele.