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Pläne für Erzgebirgs-Bahntunnel werden konkreter

Tschechiens Verkehrsminister Tok und Sachsens Wirtschaftsminister Dulig sind übereingekommen, dass der 26 Kilometer lange Tunnel nach deutschen Vorschriften geplant und betrieben werden soll.

Prag. Die Pläne für einen grenzüberschreitenden Bahntunnel durch das Erzgebirge werden konkreter. „Nach den politischen Bekenntnissen gehen wir nun zu den technischen Fragen und der Projektierung über“, sagte der tschechische Verkehrsminister Dan Tok am Donnerstag nach einem Treffen mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in Prag.

Man sei übereingekommen, dass der insgesamt 26 Kilometer lange Tunnel nach deutschen Vorschriften geplant und betrieben werden solle. Dies werde in einem zwischenstaatlichen Vertrag festgeschrieben, der bis Ende des Jahres unterschriftsreif sei. Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts und die geologischen Bedingungen zu überprüfen.

Eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse könnte die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden auf eine Stunde von derzeit knapp zweieinhalb verringern. Die derzeitige kurvenreiche Strecke durch das Elbtal gilt als ausgelastet. Zudem klagen Anwohner über die Lärmbelastung. Die Bauarbeiten könnten um das Jahr 2030 beginnen und würden nach derzeitigen Schätzungen rund fünf Milliarden Euro kosten.

Dulig, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, ist zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Prag. Dort will er sich auch über den Einsatz von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr und das europäische Satellitensystem Galileo informieren. (dpa)