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Plätze für Neustädter Grundschüler fehlen

Die neue 148. Grundschule auf der Lößnitzstraße wird später fertig, die Zukunft der Natur- und Umweltschule ist ungewiss. Das sorgt nun für Kritik.

© nitschke + kollegen architekten gmbh, Weimar

Von Sarah Herrmann

Erst Ende Januar ist der Schulnetzplan beschlossen worden – mit guten Prognosen für die Dresdner Neustadt. Der Bedarf könne gedeckt werden. Auch, weil an der Lößnitzstraße die 148. Grundschule errichtet wird. Doch nur wenige Monate nach dem Beschluss ist klar: Die Arbeiten auf dem Areal, auf dem sich einst ein Fuhrpark der Stadtwerke Drewag befand, verzögern sich. Ursprünglich war die Eröffnung für das Schuljahr 2019/20 eingeplant, voraussichtlich wird sie ein Jahr später stattfinden. Das liegt auch an den zähen Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und Drewag zum Grundstücksverkauf. Und es ist nicht das einzige Problem im Viertel.

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So laufen auch die Arbeiten am Dreikönigsgymnasium stockend. In der Schule auf der Louisenstraße sind gerade die Mädchen und Jungen der 15. Grundschule auslagerungsbedingt untergebracht. Weil Teile des Schulhauses wegen starker Baufälligkeit nicht genutzt werden können, haben diese aber nur wenig Platz.

Knappe Platzkapazitäten können auch durch die Freien Grundschulen abgefedert werden. Die Zukunft der Natur- und Umweltschule (NUS) auf dem Manfred-von-Ardenne-Ring in Hellerberge ist allerdings ungewiss. Vor einer guten Woche hatte das Oberverwaltungsgericht Bautzen geurteilt, dass die Schule nicht genehmigungsfähig ist. Nun droht die Schließung. Weil auch viele Neustädter Kinder die Einrichtung besuchen, machen sich die Neustädter Ortebeiräte der Grünen nun Sorgen.

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„Nicht auszuschließen ist angesichts der Entwicklungen, dass wir bereits ab 2018/19 zusätzliche Container auf den Schulhöfen der ohnehin schon überfüllten kommunalen Grundschulen im Stadtteil stellen müssen – Einschränkungen im ohnehin schon knappen Freiflächenangebot inklusive“, sagt Oliver Mehl.