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Chemnitz

Planenschlitzer müssen ins Gefängnis

Windeln, Kaffee, Spielzeug: Eine Bande soll von Lkw Waren im Wert von Zehntausend Euro erbeutet haben. Jetzt hat das Landgericht Chemnitz ein Urteil gesprochen.  

Die 6. Große Strafkammer des Landgerichts Chemnitz sprach die fünf Angeklagten am Montag des schweren Bandendiebstahls, des Bandendiebstahls und des Diebstahls schuldig.
Die 6. Große Strafkammer des Landgerichts Chemnitz sprach die fünf Angeklagten am Montag des schweren Bandendiebstahls, des Bandendiebstahls und des Diebstahls schuldig. © Jan Woitas/dpa

Chemnitz/Brieselang. In Chemnitz sind fünf Mitglieder einer sogenannten Planenschlitzer-Bande zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Nach mehr als 50 Verhandlungstagen sprach die 6. Große Strafkammer des Landgerichts die vier Männer und eine Frau am Montag des schweren Bandendiebstahls, des Bandendiebstahls und des Diebstahls schuldig. Der Haupttäter wurde zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Gegen zwei weitere Angeklagte verhängte die Kammer eine Strafe von drei Jahren und acht Monaten beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten. Ihr Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. 

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Die Frau und der mit 25 Jahren jüngste Täter wurden jeweils zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Wegen der Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe durch die Untersuchungshaft seit Mai bzw. Juni 2017 hob die Kammer ihre Haftbefehle auf.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die fünf polnischen Staatsangehörigen unter anderem in zehn Fällen des schweren Bandendiebstahls schuldig gemacht haben. Die Männer hatten dabei die Planen von Lastwagen auf Raststätten in mehreren Bundesländern aufgeschlitzt und Waren im Wert von rund 83.000 Euro erbeutet. 

Die Bande war im Mai 2017 im brandenburgischen Brieselang (Havelland) auf frischer Tat gefasst worden. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. (dpa)