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Planenschlitzer vor Gericht

Vier Männer und eine Frau sollen Waren im Wert von mehreren Hunderttausend Euro von geparkten Lkw entwendet haben. Sie schlugen auch an der A 14 zu.

© Claudia Hübschmann (Symbolfoto)

Von Tina Soltysiak

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Chemnitz/Döbeln. Fünf Polen müssen sich seit Dienstag vor dem Landgericht Chemnitz wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Den vier Männern und einer Frau wird vorgeworfen, in der Zeit zwischen Februar 2016 und Mai 2017 die Waren von mehr als 30 Lastwagen, die an Raststätten entlang der Autobahnen 14, 38, 72, 10 und 13 abgestellt waren, entwendet zu haben. Von Kaffee, über Babywindeln und Star-Wars-Figuren bis hin zu Reifen - sie haben alles gestohlen, was sich zu Geld machen ließ. Das Diebesgut hat einen Gesamtwert von einigen Hunderttausend Euro.

Die Männer sollen dabei die Lastwagen ausgekundschaftet haben. Sobald sie wussten, was die Lkw geladen hatten, haben die Männer, so steht es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Chemnitz, die Frau kontaktiert, ob sich die Ladung verkaufen lässt. Die 22-Jährige soll sich um den Vertrieb gekümmert haben.

Die Bande agierte deutschlandweit. Im Januar 2017 entwendete sie von einem polnischen Laster, der am A14-Rastplatz Hansens Holz bei Roßwein abgestellt war, zehn Solarmodule im Wert von rund 2.000 Euro.

Die Polizei war den fünf Personen dabei schon länger auf der Spur, wie Staatsanwältin Schubert auf DA-Nachfrage sagte. Die Männer wurden am 19. Mai 2017 auf frischer Tat gestellt, als sie im brandenburgischen Brieselang Kaffee von einem Sattelauflieger stehlen wollten.

Die Verhandlung ist derzeit für die Mittagspause unterbrochen. Zudem sieht sich der Vorsitzende Richter mit einer Besetzungsrüge der Verteidiger konfrontiert. Sie monieren zum einen, dass die Kammer an einem Dienstag tagt und zum anderen die hinzugezogenen Schöffen.