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Planschen im Gemeinschaftsgarten

Zum vierten Mal in Folge wird ein Feld am Vorwerk Podemus bestellt. Das Projekt ist Alternative zur Gartensparte, allerdings nur auf Zeit.

© Sven Ellger

Von Annechristin Bonß

Alwin macht die Erde nass. Den Spaß mit der Gießkanne will sich der Siebenjährige nicht entgehen lassen. Zusammen mit seinem Vater ist er nach Podemus gekommen. Die Familie lebt in Klipphausen. Hier nahe dem Hof des Vorwerk Podemus haben sie nun einen Garten auf Zeit. Genauer gesagt, ein Feld auf Zeit. Im vierten Jahr in Folge stellt der Landwirt einen Teil seiner Flächen für das deutschlandweite Projekt „Meine Ernte“ zur Verfügung. Hier können Menschen nun ein kleines Feld mieten und für eine Saison bewirtschaften.

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In Podemus gibt es 44 dieser Flächen mit jeweils 45 Quadratmetern. Dort sind bereits einigen Pflanzen gesetzt. Salat, Kohlrabi, Porree, Brokkoli, Kartoffeln, Bohnen und Zwiebeln sollen bald schon wachsen. Dazu können die Mieter eigene Dinge pflanzen. Einige der Hobbygärtner entscheiden sich für Kürbis, andere für Erdbeeren. „Je nachdem, wie der persönliche Geschmack ist“, sagt Markus Schmidt, Mitarbeiter von „Meine Ernte“. Für ihr Feld auf Zeit zahlen die Hobbygärtner 229 Euro. Dafür bekommen sie nicht nur die vorbereitete und bereits bepflanzte Fläche. Vor Ort stehen ein Wasseranschluss und Gartengeräte kostenfrei zur Verfügung. Zudem gibt es einmal in der Woche fachkundige Beratung durch einen der Mitarbeiter aus dem Vorwerk Podemus.

Das Konzept wird immer beliebter. Nur zwei der 44 Abschnitte auf dem Feld sind in diesem Jahr noch zu haben. „Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Markus Schmidt. Immer mehr Stammkunden kommen immer wieder zu dem Podemuser Gemeinschaftsfeld. Perspektivisch würde das Projekt „Meine Ernte“ auch einen zweiten Standort in Dresden anbieten wollen, vielleicht in einem anderen Stadtteil. Doch noch fehlt ein entsprechendes Angebot. Deutschlandweit sind die Macher in 25 Städten vertreten.

Alwin freut sich schon auf die Ernte. Noch ist nicht viel zu sehen von den Pflanzen, die er eifrig gießt. Den Lohn der Arbeit wird er sich dann sicher schmecken lassen.