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Planung für Schulen auf dem Weg

Der Bildungsstandort wird straff entwickelt. Der Kreistag hat grünes Licht gegeben. Und aus Dresden kommt ein Bescheid über 10,5 Mio Euro EU-Mittel.

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© Kristin Richter

Frank Oehl

Kamenz. Der überfällige Umbau des Schulstandortes Kamenz ist auf gutem Weg. Einen weiteren Schritt vollzog am Montagabend der Kreistag in Bautzen mit dem Beschluss zur weiteren Planung. Damit stehen rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, die sowohl in die seit dreieinhalb Jahren leerstehende Lessingschule in der Henselstraße, als auch für die Sanierung der Oberschule in der Saarstraße verwendet werden. Kreissprecher Gernot Schweitzer: „ Die Planung für beide Vorhaben bildet die Grundlage, den anspruchsvollen Zeitplan der Fertigstellung des gesamten Komplexes bis Ende 2019 einzuhalten.“

In die Schule an der Saarstraße werden rund 10 Millionen Euro investiert.
In die Schule an der Saarstraße werden rund 10 Millionen Euro investiert. © Matthias Schumann

Die Gesamtinvestition für den Standort Henselstraße wird jetzt mit rund 17,1 Millionen Euro angegeben. In den Standort Saarstraße werden rund 10,1 Millionen Euro investiert. Für die neue Zwei-Feld-Sporthalle sowie einen Sportplatz, die den innerstädtischen Standort komplettieren, werden rund 7,2 Millionen Euro veranschlagt. Damit geht es insgesamt um mehr als 34 Millionen Euro Investitionsumfang. Die einzelnen Bau- beziehungsweise Sanierungsvorhaben werden jeweils noch durch den Kreistag abzunicken sein.

Ganz wesentlich für das Ende des jahrelangen Konfliktes zwischen Landkreis und Mittelzentrum waren mehrere großzügige Fördermittelzusagen. So kommen etwa zehn Millionen Euro aus dem Bund-Land-Programm für den Stadtumbau Ost, die für die Entwicklung des Kamenzer Gründerzeitviertels mit innerstädtischem Gymnasium und 2. Oberschule fließen.

10,5 Mio Euro aus Europa

Am Montag hat Innenminister Markus Ulbig außerdem Fördermittelbescheide über die Gesamtsumme von 120 Millionen Euro an 21 sächsische Kommunen übergeben. Das Geld stammt aus einem EU-Programm für die regionale Strukturförderung, das der integrierten Stadtentwicklung im Freistaat dient.. „Um die Wohn- und Lebensqualität unserer Städte zu verbessern, müssen sie ausgebaut werden“, sagte der Innenminister. Kamenz gehört unmittelbar zu den begünstigten Mittelzentren. Insgesamt sind fast 10,5 Millionen Euro an EU-Fördermittel für die Entwicklung des Schulstandortes Kamenz freigemacht worden. Die Eigenanteile am Gesamtvorhaben teilen sich die Stadt Kamenz und der Landkreis Bautzen, der auch mit einem Verkaufserlös für das gymnasiale Schweitzerhaus am Flugplatz rechnen kann.