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Plasteschwäne trotzen den Minusgraden

Vor Toresschluss zeigt der Winter, was er eigentlich kann: in Schockstarre versetzen. Auch der Graupaer Schlossteich ist zugefroren.

© Norbert Millauer

Von Mandy Schaks

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Sächsische Schweiz. Die Meteorologen sind gerade dabei, den Winter abzuwinken. Denn für sie ist die kalte Jahreszeit offiziell am 28. Februar vorbei, während kalendarisch der Frühling erst Ende März beginnt. Just in dem Moment überlegt es sich der Winter noch mal und schickt die Osterzgebirgler in die Kältekammer.

Nach kräftigem Frost bereits in den vergangenen Tagen meldete der Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld am Montag knackige minus 16 Grad Celsius. Durch Nebel und Wind fühlten sich die Temperaturen gleich noch ein paar Grad kälter an, sodass nicht nur der Wasserfall am Tiefenbach an der Straße zwischen Altenberg und Geising erstarrte. In Dippoldiswalde war es nur wenig milder. Die WetterKontor GmbH mit Sitz in Ingelheim am Rhein wies auf ihrer Internetseite für die Große Kreisstadt minus 15,2 Grad aus. Aber es ging noch deutlich kälter. Vom Fichtelberg zum Beispiel wurden minus 18 Grad gemeldet. Das bedeutete Platz fünf unter den bundesweit kältesten Orten an diesem Montag. Auf der Zugspitze aber lag klar Deutschlands Kältepol mit minus 27,5 Grad Celsius. Und der Frost wird uns auch die letzten Februartage weiter im Griff halten.

Eigentlich gilt in unseren Breiten der Januar als kältester Monat. Doch die tiefste Temperatur betrug diesmal nur minus 8,3 Grad Celsius in Zinnwald-Georgenfeld in knapp 900 Metern Höhe, wo sonst um diese Jahreszeit eher zweistellige Werte gemessen werden. So stammt auch der Kälterekord, der in der 47-jährigen Geschichte der Wetteraufzeichnungen in Zinnwald gemessen wurde, aus einem Monat Januar. Der liegt allerdings schon viele Jahre zurück. Am 12. Januar 1987 wurde der kälteste Tag im oberen Osterzgebirge mit minus 25,4 Grad gemessen.

So betrachtet, fiel der diesjährige Januar statistisch schon aus dem Rahmen. Es war laut Wetterverein zu mild, sodass sich sogar schon Frühblüher zeigten. Doch die zogen jetzt ganz schnell wieder ihre Köpfe ein. Zum offiziellen Winterschluss wird’s frostig. Und vielleicht wird es auf den Schlussmetern auch noch etwas mit dem Schnee. Es liegen auf dem Erzgebirgskamm immer noch im Durchschnitt nur um die zehn Zentimeter. Aber es tut sich etwas an der Wetterfront, wie der Zinnwalder Wetterverein informiert. Es wurde leichtes Schneegrieseln beobachtet.