merken

Plastik statt Papier

Die Nutzer können mit einer neuen Karte auf den Bestand der Bibliothek zugreifen. Es gibt ein erweitertes Angebot.

© André Braun

Von Doreen Hotzan

Leisnig. Der alte Ausweis hat ausgedient. Das bisherige Dokument der Leisniger Stadtbibliothek aus Papier, das in einer Folie steckte, wird gegen eine moderne Chipkarte ausgetauscht. „Ab dem 1. Februar werden alle Benutzer den neuen Ausweis bekommen“, sagt Leiterin Kerstin Otto gegenüber dem DA. Damit können Leseratten dann wie gewohnt Medien in der Einrichtung ausleihen.

Anzeige
Eine Automatikuhr für Sammler und Kenner
Eine Automatikuhr für Sammler und Kenner

Die sportlich elegante 29er Casual aus dem Hause Mühle-Glashütte gibt es ab sofort in der auf 300 Stück limitierten Sonderedition „30 Jahre Deutsche Einheit“.

Mit der Entwicklung der Besucherzahlen ist die Bibliothekschefin zufrieden. „Die Leser halten uns die Treue“, sagt Kerstin Otto. Im vergangenen Jahr kamen 11 546 Besucher in die Bibliothek, 2014 waren es 11 491. Sie kamen nicht nur, um Medien auszuleihen, sondern auch, um eine der insgesamt 35 angebotenen Veranstaltungen zu besuchen. „Das Hauptaugenmerk lag auf den Kindern. Unser Ziel ist es, Leseförderung zu betreiben. Wir sind bestrebt, die Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche kostenlos durchzuführen“, so die Bibliothekschefin.

Dankbar sei sie, dass es der Einrichtung gelungen ist, an verschiedenen Projekten teilzunehmen. Dazu zählte das Literaturforum, in dessen Rahmen 2015 die sächsische Autorin Anna Kuschnarowa in der Bibliothek vor Schülern las. „Das wurde gut angenommen. Auch in diesem Jahr wollen wir versuchen, wieder daran teilzunehmen“, sagt Kerstin Otto. Weitere Höhepunkte im Veranstaltungskalender waren der Vorlesewettbewerb der Grundschule sowie die Projekttage der Schulen. Auch die Kinder der örtlichen Kindertagesstätten schauen regelmäßig in der Bibliothek vorbei. An dieser Zusammenarbeit soll 2016 festgehalten werden, sagt die Leiterin.

25 Bücher sächsischer Autoren

Die Sprösslinge finden in der Kinderbibliothek nun eine große Auswahl an neuer Literatur vor. Medien, die in einem schlechten Zustand waren, wurden im letzten Jahr aussortiert. Zu den Neuheiten im Bücherregal gehören Werke aus den Reihen „Meine große Tierbibliothek“ sowie „Was ist Was“. Letztere gibt es nun komplett in der Leisniger Stadtbibliothek.

Seit 2015 gibt es nun auch 25 Bücher von sächsischen Autoren wie Angelika Klüssendorf oder Clemens Meyer im Bestand. Ermöglicht wurden diese Neuanschaffungen durch die finanzielle Unterstützung der Stadtverwaltung Leisnig, der Charlotte-Weiß-Stiftung und durch das Literaturforum.

Auch das Angebot der Onleihe erfreut sich wachsender Beliebtheit. „Die Nutzer können derzeit aus über 2 200 E-Books wählen“, so Kerstin Otto. 352 Mal wurde in der Leisniger Bibliothek im vergangenen Jahr bereits davon Gebrauch gemacht. „Im Vergleich zu den ausgeliehenen 24 708 Printmedien ist diese Zahl vergleichsweise gering. Doch das muss sich auch erst einmal entwickeln“, ist die Leiterin der Einrichtung überzeugt. Der Trend gehe dahin, dass die meisten Nutzer sowohl die Onleihe nutzen, als auch noch anderweitig Bücher ausleihen. „Es gab aber auch einige, die direkt umgestiegen sind und nun nur noch ausschließlich die Onleihe nutzen“, erläutert Kerstin Otto weiter. Und dann gebe es noch diejenigen, die erst Mitglied der Bibliothek geworden sind, seit die Einrichtung ihren Nutzern die Möglichkeit zur Onleihe bietet.