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Platz für Riesas neue Fabrikhalle

Auf einen Schlag bebaut Handelshof 8 000 Quadratmeter. Die Baufirmen müssen dabei eine Bedingung erfüllen.

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© Sebastian Schultz

Von Christoph Scharf

Riesa. Eins, zwei, drei – und los: Drei Geschäftsführer auf einmal lassen mit dem Spaten die Erde fliegen. Am Stadtrand ist jetzt eines der größten Riesaer Bauprojekte gestartet: Das Unternehmen Handelshof investiert dort 7,5 Millionen Euro, um eine neue Fabrikhalle zu errichten.

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Geplant: So sieht das neue Anarbeitungszentrum bei Handelshof aus, wenn es fertig ist. Das Projekt kostet 7,5Millionen Euro.
Geplant: So sieht das neue Anarbeitungszentrum bei Handelshof aus, wenn es fertig ist. Das Projekt kostet 7,5Millionen Euro. © Handelshof
Das Baufeld am Stadtrand ist insgesamt 8000Quadratmeter groß.
Das Baufeld am Stadtrand ist insgesamt 8000Quadratmeter groß. © Sebastian Schultz

Anfang Mai ist es am Wendehammer der Wittenberger Straße losgegangen. Momentan schaffen ein Kettenbagger, eine Planierraupe und eine Walze eine einzige große Ebene. Auf den 8 000 Quadratmetern soll innerhalb eines Jahres ein sogenanntes Anarbeitungszentrum entstehen – ein Gebäude, in dem Stahlträger und Profile bearbeitet werden können. Ab Mai 2018 sollen Werkstücke in dem aus vier einzelnen Hallen zusammengesetzten Gebäude gestrahlt, lackiert, gebohrt, gesägt werden. Damit will Handelshof ein neues Angebot vor allem für Metallbau- und Stahlbaufirmen schaffen.

Aber zunächst einmal sind die Baufirmen auf dem eigenen Gelände gefragt. „Wir arbeiten vorrangig mit regionalen Firmen“, sagt Steffen Währa, einer der Geschäftsführer. TS-Bau macht die Erdarbeiten, der Gröditzer Hoch- und Ausbau ist dabei, ebenfalls Stahlbau Heine aus Riesa. Moment: Wenn sich ein Baustofflieferant was bauen lässt, woher kommen dann die Baustoffe? „Natürlich von uns“, sagt Steffen Währa mit einem Lächeln: Dafür habe man eine Regelung gefunden. Genug Auswahl sollten die Baufirmen jedenfalls haben – die regionale Handelshof-Gruppe wirbt mit einem verfügbaren Sortiment von 60 000 Artikeln. – Die sind derzeit ziemlich gefragt. Was potenzielle Bauherren derzeit landauf, landab merken, spürt man auch beim Baustoffhandel: Die Handwerker haben zu tun. Viel zu tun. „Das Geschäft läuft super“, sagt Steffen Währa. Tatsächlich arbeite man derzeit an der Kapazitätsgrenze. „Wir suchen deshalb händeringend Leute.“ Neue Kraftfahrer und Lagerarbeiter für die Biegerei, das Stahllager, das Palettenlager brauche man schon heute.

Wenn der Neubau im Mai 2018 fertig ist, entstehen weitere zehn Arbeitsplätze. Schon jetzt beschäftigt Handelshof in Sachsen 220 Leute, von denen 100 am Standort Wittenberger Straße arbeiten, 50 weitere an der Glogauer Straße – gegenüber vom Riesapark.

Während dort oben Hochwasser keine Rolle spielt, musste man sich beim jetzt begonnenen Neubau unterhalb der B 182 schon darüber Gedanken machen. Die 66 mal 120 Meter große Baufläche wurde extra um einen Meter angehoben, um sicherer vor den Elbefluten zu sein. Bedacht wurde auch die Tier- und Pflanzenwelt vor Ort. „Wir lassen im hinteren Teil unseres Grundstücks alte Obstbäume stehen. So bleibt auch Platz für die Tierwelt“, sagt der 44-Jährige. Damit etwa Eidechsen während der Bauphase nicht unter die Räder und Ketten der Baumaschinen geraten, wurde extra ein Schutzzaun für Amphibien und Reptilien angeordnet.

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Richtig sichtbar wird der Neubau wohl erst im August werden. Eine echte Herausforderung folgt dann ab Februar 2018 – dann geht es an den Innenausbau und die Installation der Technik, die allein etwa drei Millionen Euro wert ist. Besucher können sich nach der Fertigstellung ein Bild von der neuen Halle machen: Dann gibt es bei Handelshof einen Tag der offenen Tür.

www.pft-riesa.de