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Platz für Wohnträume

An der Richard-Wagner-Straße in Radeberg entstehen Baugrundstücke. Eine Hürde muss das Projekt noch nehmen.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Radeberg. Die Landeshauptstadt ist nicht weit und die Heide liegt vor der Tür: Radeberg ist ein guter Ort zum Wohnen. Entsprechend hoch ist die Nachfrage. Wie hoch, das weiß Sven Lauter, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohnbau Radeberg genau. „Nahezu täglich bekommen wir Anfragen, ob es noch freie Wohngrundstücke gibt“, sagt er. Jetzt plant das Unternehmen ein neues Wohngebiet für mehrere Einfamilienhäuser.

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Wo entsteht das neue Wohngebiet?
Es wird in zentraler Lage in Radeberg zwischen Richard-Wagner- und Pillnitzer Straße entstehen. Dort sind noch große Flächen vorhanden. Entlang der Straßenzüge stehen Ein- und Mehrfamilienhäuser, am Kreisverkehr ist ein Autohaus angesiedelt. Dahinter ist viel Grün vorhanden. „Der überwiegende Teil des Areals befindet sich im Eigentum der Wohnbau. Einige Flächen sind in privatem Besitz. Mit den Eigentümern verhandeln wir derzeit“, sagt Sven Lauter.

Wie weit sind die Planungen vorangeschritten?
Derzeit wird ein Bebauungsplan erarbeitet. Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung im April damit befassen und darüber abstimmen, ob die Pläne so umgesetzt werden können oder nicht. „Ohne der Entscheidung vorgreifen zu wollen, rechne ich mit einer Zustimmung.“ Danach soll nach Firmen für die Erschließung des Areals mit Straßen, Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen gesucht werden. „Wir müssen schauen, ob sich angesichts des Booms auf dem Bau Firmen melden und uns auch Angebote zu vernünftigen Preisen machen.“ Danach richtet sich entsprechend der Baubeginn. Zunächst soll ein erster Bauabschnitt in der Nähe der Richard-Wagner-Straße umgesetzt werden. In späteren Abschnitten sind Grundstücke im Bereich der Schillerstraße geplant. Noch wenig konkret ist der Bau eines mehrstöckigen Hauses mit Mietwohnungen direkt an der Wagner-Straße.

Wie viele Grundstücke wird es an dem Standort geben?
Insgesamt sind 22 Baufelder vorgesehen. Die Grundstücksgröße wird zwischen 400 und 600 Quadratmeter betragen. „Eventuell werden wir auch zwei bis drei größere Flächen anbieten.“ Angebunden werden die Grundstücke des ersten Bauabschnittes über eine Zufahrt von der Richard-Wagner-Straße aus. Die Einfahrt soll gegenüber der Schwabacher Straße liegen. „Das wird eine Ringstraße werden“, sagt der Geschäftsführer. Eine weitere Zufahrt wird es von der Schillerstraße aus geben. „Die Einmündung wird gegenüber der Goethestraße liegen. Diese Trasse werden wir als Einbahnstraße ausweisen. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Flügelweg nutzbar. Er führt von der Richard-Wagner- bis zur Pillnitzer Straße quer durch das neue Wohngebiet.

Was werden die Grundstücke kosten?
Das steht noch nicht fest. Erst müssen die detaillierten Planungen für das Areal fertig sein. Als Vergleichsgröße könnten aber die Grundstückspreise des Wohnstandortes Am Sandberg herangezogen werden. „Hier liegen wir bei 150 Euro pro Quadratmeter. Günstiger wird es sicher auch an der Richard-Wagner-Straße nicht.“ Die Wohnbau rechnet mit 1,5 Millionen Euro Erschließungskosten allein für den ersten Bauabschnitt. Auch wenn jetzt sicher viele Interessenten zum Telefonhörer greifen und sich eins der Grundstücke schon mal reservieren lassen wollen, eine Warteliste richten die Wohnbau jetzt nicht ein, sagt Sven lauter. „Erst muss der Stadtrat über unsere Pläne entscheiden und auch dann wird es sicher noch eine Weile dauern, bevor wir in den Verkauf gehen.“