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Platz zum Lernen und Spielen

© Matthias Schumann

Der Bau an der Bretniger Grundschule geht voran. Ein Entwurf für die Außenanlagen liegt jetzt vor.

Von Reiner Hanke

Bretnig. Der Bau am neuen Grundschulgebäude in Bretnig geht voran. Das muss er auch, denn mit dem neuen Schuljahr soll dort der Unterricht für die Mädchen und Jungen beginnen. Das Radeberger Planungsbüro Lunze Architekten stellte jetzt den Planentwurf für die Außengestaltung des Geländes vor. Der Hauptzugang zum Schulgelände soll wie bisher über die Adolf-Zschiedrich-Straße erfolgen. Dort wird es auch künftig Parkmöglichkeiten geben. Neu wird ein Kurzzeitparkplatz am Schulgebäude sein. Der stünde dann z. B. für behinderte Menschen zur Verfügung.

Im Entwurf sind die Außenanlagen für die neue Bretniger Grundschule fertig: Links auf der Wiese ist der geplante Bolzplatz mit zwei Toren zu sehen, daneben der Spielplatz gesäumt von neu zu pflanzenden Bäumen. Auf dem Hang zwischen Spielplatz und Schule s © Quelle: Lunze-Architekten

Im Herzen des Komplexes werde ein Pausenhof zwischen den Flügeln angelegt. Dort befindet sich auch der künftige Haupteingang ins Schulhaus. Ein Ginkgo als Hausbaum soll den Hof beleben, so Landschaftsarchitektin Irina Felber. Auf Bänken können die Mädchen und Jungen ausspannen. Eine Balancierstrecke ist mit eingeplant. Der kleine Pausenhof wird mit etwas Grün aufgelockert. Von zwei Seiten gelangen die Kinder auf geschwungenen Wegen zum Außengelände hinter der Schule. Das Ganze ist nicht so streng angelegt mit geraden Linien wie bisher, sondern deutlich verspielter mit etlichen Sitzgelegenheiten und auch sogenannten Lümmelbänken am Wegesrand. Einen Spielplatz mit Geräten meist älteren Datums gibt es bereits. Der wird komplett umgestaltet und mit neuen Geräten etwa in dem gleichen Bereich ausgestattet. Eine Doppelschaukel gehört dazu und ein großes Klettergerät aus Holz mit Rutsche. Reckstangen komplettieren den Spielbereich. Neben dem Spielplatz sollen farbige Platten für Hüpfspiele verlegt werden. Neue Bäume und pflegeleichte Sträucher säumen das Areal. Der Hang zur Schule wird außerdem mit vorhandenen Granitblöcken befestigt. Neben dem Spielplatz ist auch noch ein Bolzplatz (30 mal 17 Meter) mit Toren in dem vorgestellten Entwurf verzeichnet. Der soll mit einem robusten Naturrasen ausgelegt werden. Ein Kunstrasen sei nicht bezahlbar, so Bürgermeisterin Kerstin Ternes. Die Stadt sei jetzt schon bei Kosten von rund 300 000 Euro für die Außenanlage.

Jede Klasse bekommt ein Hochbeet

Auf dem Bolzplatz können die Kinder künftig auch mal in größeren Pausen den Ball in die Hand nehmen und kommen nach dem vielen Sitzen in Schwung. Der Spielplatz werde wohl aus Sicherheitsgründen nicht mehr jederzeit öffentlich zugänglich bleiben können, so Bürgermeisterin Kerstin Ternes. Schade, so Stadtrat Reinhard Marz. Mit dieser Meinung war er nicht allein. Denn in der Gegend gebe es eben nicht allzu viel für die Kinder. Das ehemalige Schulgartengebäude werde mit in das Ensemble integriert. Für jede Klasse soll es hier ein Hochbeet geben, das die Mädchen und Jungen pflegen können. Gut 20 neue Bäume enthält der Entwurf außerdem‚ unter anderem neben dem Bolz- und am Spielplatz. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Bäume sollen gegenüber vom kleinen Pausenhof gepflanzt werden. Die Kinder sollen sich mit den Baumarten beschäftigen und vielleicht auch entsprechende Schilder zu den Baumarten basteln.

Mit der Schule, so versichert Landschaftsarchitektin Irina Felber, sei der Entwurf abgestimmt. Im Nordwesten bleibt ein Pflegestreifen mit Rasen als Pufferzone zu den Nachbargrundstücken. Im Südosten des Schulneubaus befindet sich noch ein großes freies Areal. Dort lagern derzeit Erdberge und Baustoffe. Das Gelände wird vorerst mit Rasen eingesät. Es ist der Raum für Visionen und Wünsche. Da die Schule nicht aufgestockt werden kann, sei auf dem Gelände Potenzial für Erweiterungspläne, falls die Schülerzahlen steigen sollten und andere Ideen. Die von einem Hortgebäude gleich neben der Schule oder einer Sporthalle. Aber das ist alles derzeit Zukunftsmusik.

Am 27. März wird der Entwurf im Bretnig-Hauswalder Ortschaftsrat vorgestellt.