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Plauener kämpfen weiter um Bahnlinie

Die Initiative Plauen will das Leben im Viertel attraktiver machen. Dabei soll der Blick in die Vergangenheit helfen.

Von Annechristin Kleppisch

Eine Straßenbahn für Plauen? Wenn es nach Manfred Zweynert geht, würde die schon lange über die Budapester und Chemnitzer Straße zur Bienertmühle fahren. Der 81-Jährige setzt sich für eine bessere Anbindung des Stadtteils an das Dresdner Straßenbahnnetz ein. Bisher ohne Erfolg. Noch haben Stadt und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) keine Zusage über die Fördermittel für das Projekt bekommen. Manfred Zweynert bleibt trotzdem dran. Und bekommt Unterstützung von den Mitgliedern in seiner Initiative Plauen. Dort ist er seit 2012 der Vorsitzende.

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Vor 17 Jahren wurde die Initiative Plauen gegründet. Schon immer mit nur einem Ziel: den Stadtteil und das Leben dort attraktiver zu machen. Erfolgreich kämpften die Mitglieder gegen den Ausbau der Hofmühlenstraße zur Hauptstraße. Stattdessen ist der historische Dorfkern Altplauen heute gut erhalten und verkehrsberuhigt. Jedes Jahr gibt es zu Pfingsten ein Konzert am Fichteturm. Auch für den Trampelpfad an der Stadtgutstraße wünscht sich Zweynert eine Lösung. Dort gibt es keinen befestigten Gehweg. „Das ist gefährlich“, sagt er.

Nicht alle Ziele lassen sich schnell umsetzen. Immer wieder machen die Mitglieder auf Probleme im Stadtteil aufmerksam und schreiben zum Beispiel Briefe an Ministerien und Politiker oder gestalten Ausstellungen. Die aktuelle Schau widmet sich der 150-jährigen Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in Plauen. Durch Zufall ist Manfred Zweynert in der Bibliothek auf das Jubiläum gestoßen. „Die DVB haben mir historische Bilder zur Verfügung gestellt“, sagt er. Die Plakate hat der Rentner dann zu Hause gefertigt. Nun hängen sie im Ortsamt Plauen aus. Das jedoch nicht mehr lange.

Schon hat der Verein eine neue Ausstellung gefertigt. Dieses Mal geht es um den Hochwasserschutz an der Weißeritz. „Der ist vorzüglich gelungen“, sagt Zweynert. Beim Hochwasser im Juni blieb Plauen verschont. Kein neues Thema für den Verein. Das macht aber nichts. Es gibt genug anderes im Stadtteil zu tun. „Wer uns dabei helfen will, kann gern mitmachen“, sagt er.

Die Initiative Plauen trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat, 17 Uhr, im Plauener Bahnhof.