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Meißen

Pleiten, Pech und Pannen

Die Chronik der Ausfälle ist lang. Hat sie nun ein Ende?

Die Chronik der Ausfälle ist lang. © Claudia Hübschmann

Im Mai 2011 wird der über zwei Millionen Euro teure Schrägaufzug zum Meißner Burgberg eröffnet. Ein Fachmagazin wählt die Anlage des Herstellers Hütter zum „Aufzug des Jahres“.

Wenige Tage nach Inbetriebnahme wird eine erste Reparatur fällig. Die Türen an der Tal- und Bergstation öffnen nicht. Im Juni 2011 fährt der Aufzug eingeschränkt. Antriebsseile müssen nachgespannt, Schraubverbindungen nachgezogen werden.

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Mitte Januar 2012 bleibt ein Mann im Aufzug stecken, weil die Kabine mitten auf der Strecke stoppt. Die Feuerwehr muss anrücken und ihn befreien. Das übernimmt letztlich aber der alarmierte Notdienst, weil ein Schlüssel zur Kabine fehlt. Grund für den Vorfall: Technischer Defekt. Am 2. Februar 2012 stockt die Kabine erneut. Mechanik und elektrische Antriebe hatten den kalten Temperaturen nicht standgehalten, sodass sich die Türe an der Bergstation nicht öffnete. Zwei Fahrgäste müssen zurück zur Talstation, wo sich die Tür wieder öffnet.

Am 14. März 2012 bleibt der Lift wieder stecken. Die Feuerwehr rettet vier Personen aus der Kabine. Die Fördertechnik des Lifts wird nachgerüstet.

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Für 100.000 Euro wurden Schwachstellen behoben. Dennoch hält sich die Feuerwehr in Bereitschaft.

Am Reformationstag 2012 hält der Lift das nächste Mal unvermittelt an. Dieses Mal muss eine Familie aus Berlin befreit werden.

Am 23. Februar 2013 ist ein Stromabnehmer defekt, der Lift steht erneut still. Mitte März verursachen Schnee und Eis, dass Türen blockieren und sich nicht öffnen lassen. Bis Ende Mai fährt der Aufzug nicht, die Stadt sucht technischen Rat beim Freistaat. Vergebens – am 15. Januar 2014 bleibt das Konstrukt wieder stehen. Der Grund: Ausfall von Teilen der Elektronik.

Ab 6. Februar und 16. Mai 2014 steht der Lift jeweils für mehrere Tage. Einmal liegt es am defekten Türmechanismus, einmal an einer größeren Wartung. Zwischen Weihnachten 2014 und Ende Januar 2015 fährt der Lift wegen einer Havarie nicht.

Am 5. Juni 2015 sitzen 19 Leute eine Stunde lang bei rund 30 Grad fest. Wegen einer fehlenden Lüftung klagen viele über Atemnot. Die Rettung übernimmt wieder die Feuerwehr. Mitte Juli folgt der nächste Rettungseinsatz – wegen eines Stromausfalls. Im August und Oktober kommt es zu zwei weiteren Zwischenfällen. Danach listet ein Sachverständigengutachten mehrere technische Mängel auf.

Am 5. September 2016 muss der Aufzug außer Betrieb genommen werden. Der Türmechanismus an der Bergstation ist kaputt. Während des Weinfestes streikt der Lift wieder, so auch Anfang Dezember – denn die Lager sind verschlissen.

Anfang Februar 2017 wird der Lift zunächst stillgelegt, repariert und am 9. März wieder in Betrieb genommen. Doch Probleme bleiben. Im Juni und Juli klemmt es erneut. Im Oktober wird der Umbau für 90 000 Euro 2018 beschlossen, eine Schiebetür am Berg soll eingebaut werden. (SZ)

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