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1 000 Euro für Gedenksteine bereits zusammen

Wie weit ist das Projekt der Stolpersteine gediehen? Wie haben eine Liste von möglichen Standorten für die Stolpersteine. Nun müssen noch technische Dinge geklärt und auch Gespräche mit dem Künstler Gunter...

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Wie weit ist das Projekt der Stolpersteine gediehen?

Wie haben eine Liste von möglichen Standorten für die Stolpersteine. Nun müssen noch technische Dinge geklärt und auch Gespräche mit dem Künstler Gunter Demnig aus Köln geführt werden, der diese Stolpersteine mittlerweile europaweit als Kunstprojekt anfertigt und auch verlegt. Noch wissen wir nicht, ob er für die Zittauer Arbeiten in diesem Jahr Zeit hat.

Wie steht es um die Finanzierung der Steine?

Wir haben bisher 1 000 Euro zusammengetragen. Darunter sind Privatspenden aber auch Mittel, die während der Friedensdekade der evangelischen Kirche gesammelt wurden. Wie teuer das ganze Projekt wird, steht noch nicht fest, weil das von dem Aufwand abhängt, mit dem die Steine verlegt werden.

Wie hilft Ihnen die Stadt?

Die Kooperation ist nach dem Stadtratsbeschluss sehr gut. Gerade im Bauamt stoßen wir auf offene Ohren für unser Anliegen.

Sie sind gegenwärtig auch bei einem besonderen Projekt des Multikulturellen Zentrums in Zittau tätig. Was verbirgt sich dahinter?

Wir sind dabei ein Archiv über jüdische Geschichte in der Region aufzubauen und bereiten eine Geschichtswerkstatt für und mit Schülern vor. Wir wollen in diesem Jahr Schulen auch Projekttage anbieten. Seit wenigen Tagen kümmert sich Marc Behrendt mit um dieses Vorhaben. Ich selbst werde ab April wieder über den jüdischen Friedhof führen und plane auch einen Stadtrundgang auf jüdischen Spuren durch Zittau.

Gespräch: Sebastian Beutler

www.stolpersteine.de