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1,7 Promille: Alkoholfahrt endet am Baum

Ein 37-Jähriger ist mit dem Ford und zwei Frauen darin zwischen Großhennersdorf und Schlegel von der Straße abgekommen. Danach passierte noch ein Zwischenfall.

Der Ford Focus stieß gegen einen Baum. Die drei Insassen erlitten Verletzungen.
Der Ford Focus stieß gegen einen Baum. Die drei Insassen erlitten Verletzungen. © LausitzNews.de/ Erik-Holm Langho

Eine Fahrt unter erheblichen Alkoholeinfluss auf der Kreisstraße zwischen Großhennersdorf und Schlegel endete am frühen Sonntagmorgen an einem Baum. Am Steuer des Ford Focus saß ein 37-Jähriger. 

Dieser war kurz nach 4 Uhr von Großhennersdorf kommend in Richtung Schlegel unterwegs. Mit ihm im Auto saßen noch zwei Frauen, eine 41- und eine 32-Jährige. "In einer 90 Grad scharfen Kurve verlor der Fahrer aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Ford, kam von der Fahrbahn ab und knallte gegen einen Baum", berichtet ein Polizeisprecher. Die Straße soll zum Zeitpunkt des Unfalls nass und rutschig gewesen sein. Während der Fahrer und die 41-Jährige mit leichten Verletzungen davon kamen, erlitt die 32-Jährige schwere Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus.

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Ein Alkoholtest beim Fahrer ergab einen Wert von umgerechnet 1,72 Promille. Sein Ford Focus erlitt mit 2.500 Euro einen Totalschaden und musste abgeschleppt werden. Die Kreisstraße war für eine Dauer von knapp zwei Stunden komplett gesperrt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs.

Fotograf angegriffen

Während der Unfallaufnahme ist es zudem zu einem Zwischenfall gekommen. An der Unfallstelle sammelte sich eine Gruppe von etwa zehn Menschen, darunter auch Ersthelfer. Sie versperrten zunächst den Rettungskräften den Zugang zu den Verletzten und versuchten einen später hinzugekommenen Fotografen an seiner Arbeit zu hindern, berichtet der Polizeisprecher.

Erik-Holm Langhof war als Fotograf vor Ort. Seiner Aussage nach versuchte die Gruppe , ihn an seiner Arbeit zu hindern und von der Unfallstelle zu drängen. "Ein Mann hat mich am Fuß getreten, ein anderer geschubst", berichtet er. Polizisten brachten die Situation schließlich unter Kontrolle - mit weiterer Verstärkung. Am Ende waren sieben Beamte im Einsatz. "Sie haben vorbildlich gehandelt und den Schutz gewährleistet", sagt der Fotograf. Letztlich verließ er die Unfallstelle für eine halbe Stunde, damit sich die Situation beruhigte. Erik-Holm Langhof versteht zwar die Aufregung, aber er hat nach eigenen Angaben niemanden behindert oder ins Gesicht fotografiert. Die Gruppe bekam  am Ende einen Verweis von der Unfallstelle ausgesprochen.

Eine ähnliche Situation erlebte er schon einmal im August 2019, als ihn ein Mann bei einem Laubenbrand angriff - der Besitzer des Gartenhäuschens. Damals mussten die Polizisten kurzzeitig zu Handschellen greifen. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss.

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