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100 Schüler werden zu Lehrern

Die Aktion Zivilcourage bildet Schüler aus, die Altersgenossen die Landtagswahl erklären sollen. Wählen dürfen sie auch.

Ende August wählen die Sachsen ein neues Landesparlament. Bereits einen Monat zuvor entscheiden mehrere Tausend Jugendliche in einer U18-Wahl, wen sie in den Landtag wählen würden – wenn sie denn könnten. Zur Vorbereitung der U18-Wahl bilden die Pirnaer Aktion Zivilcourage und die Technische Universität Dresden insgesamt 100 Schülerinnen und Schüler in einem mehrtägigen Seminar dazu aus, in eigenen Unterrichtsstunden Diskussionen über Wahlmechanismen und Parteiprogramme anzuregen.

Nach dem Erfolg des Bildungsprojektes „Ich bin wählerisch“ zur Bundestagswahl im letzten Jahr hat sich die Aktion Zivilcourage mit dem Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit Bischofswerda und der Organisation Hillersche Villa Zittau zusammengetan, um zur Landtagswahl das Konzept auf weitere Landkreise auszuweiten. Knapp 30 Schulen aus den Kreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Görlitz und Meißen nehmen an dem Projekt teil.

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„Die Jugendlichen bringen frischen Wind in den Unterricht und übersetzen Theorie ins alltägliche Leben ihrer Mitschüler“, erklärt Ronald Becker von der Aktion Zivilcourage. Drei Wochen lang diskutieren die Nachwuchslehrer mit ihren Mitschülern über Demokratie, Parteien und Politiker. Studenten des Lehrstuhls für Didaktik der politischen Bildung an der
TU Dresden begleiten die Jugendlichen bei der Durchführung der Schulstunden.

„Wenn man erlebt, wie die jungen Menschen komplizierte politische Sachverhalte mit eigenen Worten erklären können, ist das ein echter Erfolg“, sagt Becker. Zum Abschluss des Projektes bietet die Sächsische Bildungsagentur eine Jugendwahl an, bei der unter 18-Jährige ihre Stimmen abgeben können. Die Ergebnisse werden am 18. Juli präsentiert. (SZ)