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Sachsen

100 Tage Regierung: Kretschmer beliebt

Wie zwei repräsentative Umfragen zeigen, scheinen viele mit der Arbeit des Regierungschefs zufrieden zu sein. Davon profitiert auch seine Partei.

Seit 100 Tagen in der Regierung: Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, Mitte) gemeinsam mit Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).
Seit 100 Tagen in der Regierung: Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, Mitte) gemeinsam mit Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). © dpa

Die Schonfrist war schnell vorbei. Als Sachsens Regierung gerade einmal 40 Tage im Amt war, meldete sich Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zum neuartigen Coronavirus (unser Corona-Newsticker) zu Wort. "Wir müssen damit rechnen, dass es auch Fälle in Sachsen geben wird. Doch wir sind gut darauf vorbereitet und zuversichtlich, dass wir die Ausbreitung des Virus verhindern können." Zwei Monate später hat die Realität die Zuversicht eingeholt. 

Die Arbeit von Michael Kretschmers (CDU) schwarz-grün-roter Regierung wird derzeit vom scheinbar allgegenwärtigen Coronavirus überschattet. Wenn die Koalition am Wochenende die ersten 100 Tage im Amt begeht, ist sie vor allem als Krisenmanager gefragt - und die Sachsen finden, dass die Regierung dabei einen überwiegend guten Job macht. Das jedenfalls legen zwei repräsentative Langzeit-Umfragen nah, die sächsische.de zusammen mit den Meinungsforschern von Civey anlässlich der 100-Tages-Frist der neuen sächsischen Landesregierung gestartet hat. 

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Demnach sind rund 48 Prozent der Sachsen zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit von Regierungschef Kretschmer. Rund 28 Prozent sind eher oder sehr unzufrieden. Rund ein Viertel der Sachsen ist bei der Frage unentschieden. 

Der Vergleich mit ähnlichen Civey-Befragungen über die Beliebtheit von Bundesministern verdeutlicht die hohe Wertschätzung für Kretschmers Arbeit. So haben es Politiker in der Regel schwer, in solchen Umfragen, mehr zufriedene als unzufriedene Stimmen zu erhalten. Allerdings geht es auch besser: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erreicht derzeit einen Zufriedenheitswert von etwa 60 Prozent. "Rund jeder Zweite in Sachsen ist mit der Arbeit von Ministerpräsident Michael Kretschmer zufrieden. Dies spiegelt sich auch in der Sonntagsfrage wider, bei der die Union über ihrem Wahlergebnis vom Herbst liegt", sagt Janina Mütze, Gründerin und Geschäftsführerin von Civey.

Denn von den hohen Zufriedenheitswerten für die Arbeit Kretschmers scheint auch dessen Partei, die CDU, zu profitieren. Auf die Frage: "Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Sachsen wäre" sagen 35,8 Prozent der Sachsen, dass sie das Kreuz bei der CDU machen würden. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl erreichte die CDU noch 32,1 Prozent der Stimmen. 

Bei den Zustimmungswerten der beiden Koalitionspartner, Grüne und SPD, ergibt sich ein unterschiedliches Bild. Während die SPD im Vergleich zur Landtagswahl leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent zulegen konnte, verloren die Grünen im Vergleich zur Landtagswahl 1,4 Prozentpunkte. Absolut gesehen die größten Verluste muss die AfD hinnehmen. Im Vergleich zur Landtagswahl büßte sie 2,4 Prozentpunkte ein. 

Für die Umfrage zur Zufriedenheit mit der Arbeit Kretschmers gingen 2.510 Stimmen in die Stichprobe ein, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entspricht. Für die "Sonntagsfrage" beträgt die Stichprobengröße 3.054. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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