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12000Unterschriften für das Zittauer Theater

Weitere 8000kommen dazu. Landrat Lange bekräftigte seine Absicht,in Zittau das Ensemble zu halten und nannte ein konkretes Ziel.

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Von Gabriel Wandt

Der Packen Papier war enorm: 11610 Unterschriften legte Hartmut Ratzkowski von den Zittauer Theaterfreunden gestern dem Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) auf den Tisch. Mit dabei war Kai Grebasch, der davon ausging, dass eine Online-Petition weitere rund 7000 Unterschriften bringt. Zusammen mit einer dritten Aktion von der Zittauer SPD sind so mehr als 20000 Unterschriften für den Erhalt des Zittauer Theaters als Standort und eigenes Ensemble zu erwarten. In einem ausführlichen Gespräch mit den Theaterfreunden sicherte der Landrat erneut zu, sich für den Standort und ein eigenes Ensemble in Zittau einzusetzen. Grebasch, Ratzkowski und Rainer Pietsch, ebenfalls im Theaterfreunde-Verein, redeten dem Landrat dazu ins Gewissen. Von einem Sterben auf Raten war die Rede, von einer Abwertung der Attraktivität Zittaus. Lange betonte, dass er auch in der Vergangenheit schon für das Zittauer Theater gekämpft habe. Unmissverständlich machte er aber auch deutlich, dass er weiter anstrebe, ein Kulturraumtheater einzurichten. Da die Art und Weise der Inszenierungen in Bautzen und Zittau aber verschieden seien, solle es weiterhin in Zittau ein eigenes Ensemble geben.

In mehreren Verhandlungsrunden wird es jetzt weiter um die Zukunft der Theaterlandschaft gehen. Landrat Lange betonte als Ziel, in der Kreistagssitzung am 14. März einen Beschluss anzustreben, der Standort und Ensemble in Zittau bis 2016 sichert. Bis Mitte März werden auch die Theaterfreunde nicht untätig bleiben. Die Unterschriften wollen sie auch dem Zittauer Stadtrat und dem Kreistag präsentieren.

Derweil betont die Görlitzer Stadtratsfraktion „Bürger für Görlitz“, dass sie die Bereitschaft des Görlitzer OB Joachim Paulick, der Stadt Zittau Anteile an der Theater GmbH zu verkaufen, mit Unverständnis aufgenommen habe. Dies würde lediglich das Görlitzer Theater schwächen, so der Görlitzer Stadtrat Harald Twupack.