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13-Jähriger fährt der Konkurrenz davon

Für den Bischofswerdaer Nachwuchspiloten Lennox Lehmann läuft die Saison perfekt. Doch er hat ein großes Ziel.

In der bisherigen Saison im ADAC Junior Cup sah die Konkurrenz stets nur das Hinterrad des Bischofswerdaer Lennox Lehmann (Nummer 28).
In der bisherigen Saison im ADAC Junior Cup sah die Konkurrenz stets nur das Hinterrad des Bischofswerdaer Lennox Lehmann (Nummer 28). © PR

Bischofswerda. Bisher ist es die perfekte Saison für Lennox Lehmann von der Freudenberg WorldSupersport Academy, in der die Bischofswerdaer mit drei Piloten unterwegs sind. Die Hälfte der zehn Rennen sind seit dem Beginn der ADAC Junior Cups Mitte August auf dem Lausitzring absolviert – und der 13-Jährige stand jedes Mal auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes. Nun geht die Reise am kommenden Wochenende zu den nächsten beiden Starts ins tschechische Most. „Da freue ich mich schon drauf. Wir werden dort ganz sicher wieder angreifen“, sagt Lehmann, der langfristig ein ganz großes Ziel hat: „Irgendwann möchte ich den Aufstieg in die Motorrad-Weltmeisterschaft schaffen.“

Davon ist in diesem Jahr aber noch nicht die Rede, auch wenn es für ihn beim Projekt Titelgewinn bisher optimal gelaufen ist. Schließlich geht der junge Pilot noch zur Schule und besucht das Gymnasium in Dresden-Bühlau. Die Frage nach seinen Hobbys erübrigt sich aber fast schon, denn diese Antwort war zu erwarten: „Sport allgemein, Fahrrad fahren, Snowboarden und natürlich Motorradrennen.“

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2018 wurde der Dresdner schon Vierter im ADAC Junior Cup, doch diesmal war und ist das Saisonziel ganz klar der Titel. „Schon die Vorbereitung ist super gelaufen“, erzählt der Schüler. „Über den Winter war ich oft in Spanien zum Pitbike-Fahren. Natürlich habe ich auch an meiner Fitness gearbeitet.“ Offensichtlich mit Erfolg, denn beim Auftakt auf dem Lausitzring fuhr der Freudenberg-Pilot die ersten zwei Siege ein. Im Juni folgte wieder ein doppeltes Pfingst-Rennwochenende in Oschersleben – und die Erfolge Nummer drei und vier.

Danach ging es vom 5. bis 7. Juli auf den Sachsenring, wo im Rahmen der Weltmeisterschaftsläufe auch ein Rennen des ADAC Junior Cups ausgetragen wurde. Nur zweieinhalb Stunden nach dem Finale der Königsklasse des Motorradrennsports, der MotoGP, fuhren Lehmann und seine Konkurrenten am Sonntag im letzten Wettbewerb auf dem beliebten Kurs in Hohenstein-Ernstthal. Und der Freudenberg-Fahrer war wieder erfolgreich. „Das Wochenende am Sachsenring war wirklich aufregend“, sagte der Dresdner danach. „Diese Kulisse, die vielen Fans und die Chance, neben Valentino Rossi und den anderen Stars auf die Strecke gehen zu dürfen, das war der Wahnsinn.“

Lehmanns letzter Auftritt dort dürfte das nicht gewesen sein – zumal die Abstände bei seinen Konkurrenten im ADAC Junior Cup teilweise bis zu zehn Sekunden betragen. Teamchef Carsten Freudenberg, der seine WorldSupersport Academy mit drei Piloten ja erst in diesem Jahr gegründet hat, ist denn auch sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. „Ich hoffe, dass wir mit der Academy in den nächsten Jahren ein neues Format für unsere Nachwuchsförderung etablieren können. Ich freue mich auf diesen neuen Weg. Viele unserer Partner und Sponsoren waren ja auch am Lausitzring, der vom Teamstandort Bischofswerda gerade einmal 70 Kilometer entfernt ist.“

Auch Enderlein auf Meisterkurs

Der erfolgreiche Motorradpilot aus Dresden zeigt hier nach der Siegerehrung eine der Trophäen, die er 2019 schon gewonnen hat. Am Wochenende geht es im tschechischen Most wieder um Punkte.
Der erfolgreiche Motorradpilot aus Dresden zeigt hier nach der Siegerehrung eine der Trophäen, die er 2019 schon gewonnen hat. Am Wochenende geht es im tschechischen Most wieder um Punkte. © PR

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