SZ +
Merken

130 Gospelsänger treffen sich im Oberland

Neugersdorf. Drei Tage lang proben ab morgen mehrere Chöre für das Oberlausitzer Festival. Der große Auftritt folgt am Sonntagabend.

Teilen
Folgen

Von Holger Gutte

Zur Hochburg des Oberlausitzer Gospels mausert sich am Wochenende die Stadt Neugersdorf. 130 Mitwirkende haben sich schon für „Gospelfire – das zweite Oberlausitzer Gospelfestival“ angemeldet. Ab morgen werden sie für ihren großen Auftritt am Sonntagabend um 19 Uhr in der Kirche der Oberlandstadt proben. Mit dabei ist natürlich auch Neugersdorfs Kantor Volker Heinrich. Der 46-Jährige schwärmt schon jetzt vom Konzert. Immerhin leitet es kein geringerer als Helmut Jost. Durch seine professionelle Arbeit in der Musik-, aber vor allem in der Gospelszene, hat er sich nicht nur unter den Fans in Deutschland einen Namen gemacht. Jost begeisterte das Publikum bisher nicht nur bei seinen Konzerten mit Ruth Wilson. Er stand auch schon mit Xavier Naidoo auf der Bühne.

In Neugersdorfs Kirche ist jetzt aber erst mal vom Freitag bis Sonntagnachmittag Chortraining angesagt. „Wir werden das aber nicht so ernsthaft, sondern in einer lockeren Atmosphäre tun“, sagt Kantor Volker Heinrich. Groß animiert braucht schließlich keiner der Mitwirkenden zu werden. Schon das erste Oberlausitzer Gospelfestival vor einem Jahr in Löbau hat gezeigt, wie viel Freude es allen Mitwirkenden und auch dem Publikum bereitet hat. „Deshalb sind wir uns damals gemeinsam mit dem Veranstalter, dem CVJM Löbau, auch sofort einig gewesen, dass man das Festival unbedingt wiederholen sollte“, schildert der Kantor. Als er merkte, dass kein Ort vorgeschlagen wurde, meldete er sich. „Unsere Kirche ist groß genug für so eine Veranstaltung. In ihr kann auch ein Chor mit 150 Mitwirkenden auftreten“, sagt er. Volker Heinrich wollte auf jeden Fall verhindern, dass das zweite Festival am Veranstaltungsort scheitert.

Sänger aus Rumänien dabei

Bei der Organisation für die Betreuung der Gäste hilft die Kirchgemeinde gern mit. In dem angrenzenden Lutherhof sind extra gemütliche Sitzecken eingerichtet worden, in denen die Akteure in den Pausen auch mal bequem lümmeln und quatschen können.

So wie im Vorjahr haben sich für „Gospelfire“ komplette Chöre, aber auch Einzelpersonen angemeldet. Sie kommen nicht nur aus dem Landkreis Löbau-Zittau, sondern aus den verschiedensten Teilen Sachsens sowie aus Celle und Rumänien. „Bei uns im CVJM pflegen wir schon seit zehn Jahren eine Patenschaft mit einem Jugendchor in Rumänien. Bei einer Tournee im vergangenen Jahr haben wir sieben Leute für eine Woche zu uns eingeladen, damit sie jetzt bei ,Gospelfire‘ mitsingen können“, berichtet Christoph Adler. Kurzentschlossene haben übrigens noch bis zum Freitag Gelegenheit, sich zum Mitsingen anzumelden, berichtet der Verantwortliche für Jugendarbeit beim CVJM. Auch im vergangenen Jahr hätten sich einige erst so kurzfristig angemeldet. „Helmut Jost ist nicht nur Profimusiker, sondern auch ein super Pädagoge, der kitzelt aus den Leuten in zweieinhalb Tagen Probe schon eine ordentliche Leistung raus“, ist sich Christoph Adler sicher.

Konzert: Sonntag, 19 Uhr, Ev. Kirche Neugersdorf; Anmeldung und Kartenvorbestellungen: e-Mail: [email protected] oder (03585) 40 39 66.