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1,4 Millionen Euro fehlen für Kapelle

Der Bau des Daches und von Teilen der Glasfassaden der Busmannkapelle in Dresden wird jetzt ausgeschrieben.

Frühestens im Sommer soll der Bau der Busmannkapelle am Postplatz in Dresden weitergehen. Die Errichtung der Glaskonstruktion ist schwieriger als gedacht. Weil es für diese Art von Bauwerk keine Vorschriften gibt, musste die Zentralstelle für Bautechnik in Leipzig den Plänen zustimmen, sagt Gerhard Glaser. Der ehemalige Landeskonservator hat die Verantwortung für den Bau übernommen. Am Sonnabend berichtete er zur Jahreshauptversammlung der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche über den aktuellen Stand beim dritten Bauabschnitt.

In diesem Jahr stehen 950 000 Euro für den Bau zur Verfügung. „Die Planungen für die Bedachung, die vier Stützen und die Dachhaut aus Titanzinkapp sind abgeschlossen“, sagt Gerhard Glaser. Das Zwischenpodest mit der Wendeltreppe sei inzwischen in Arbeit. Der Verein hat das Dresdner Ingenieurbüro Glasfaktor beauftragt. Derzeit werde der Bau des Daches und zunächst eines Teils der Glasfassade ausgeschrieben. Gerhard Glaser hofft, dass dann der Bau im Juli beginnen könne. Durch den aktuellen Bauboom seien die Spezialfirmen derzeit stark ausgelastet. Mit dem Bau sollen auch die Schmierereien und Folgen der Farbbeutelanschläge beseitigt werden. Unbekannte hatten das Bauwerk in der Nacht vom 11. zum 12. Februar beschädigt.

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Gedenken an Opfer von Diktaturen

Mit der Gedenkstätte soll nicht nur an die Zerstörung der Sophienkirche, sondern auch an die Opfer der Diktaturen erinnert werden. Der Entwurf stammt vom Dresdner Architektenbüro Gustavs und Lungwitz. Es hatte im Jahr 1996 einen entsprechenden Wettbewerb gewonnen. 2009 wurden als erstes sichtbares Zeichen vier Stelen an der Stelle früherer südlicher Strebepfeiler der Sophienkirche errichtet. 2012 war der stilisierte Kapellenkörper fertig. Doch nun reicht das Geld für die komplette Glasfassade nicht aus. „Es werden noch etwa 1,4 Millionen Euro benötigt“, rechnet Glaser. Neben Spenden hofft er auch auf Fördermittel vom Bund und der Stadt Dresden. (SZ/kle)

www.Busmannkapelle.de