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14 Premieren in der neuen Saison

Die Spielzeit 2014/15 steht unter dem Thema „Mensch“. Intendant Ralf-Peter Schulze erklärte gestern, warum.

Von Heike Hubricht

Das Motto „Mensch“ zieht sich durch die Inszenierungen der nächsten Saison im Mittelsächsischen Theater. Das kündigte Intendant Ralf-Peter Schulze gestern an. 14 Premieren, neun im Schauspiel und fünf im Musiktheater, stehen 2014/15 auf dem Programm – das sind drei mehr als in der zu Ende gehenden Spielzeit. Hinzu kommt ein Tanzabend, der von den Landesbühnen Sachsen gestaltet wird.

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Intendant Schulze erläuterte die Intentionen der Theaterleute: „Wohin geht die menschliche Entwicklung? Wie verändert sich der Mensch im gesellschaftlichen Kontext? Diesen Fragen wollen wir uns stellen.“ Dabei balanciere das Theater „zwischen finanziellen Aspekten und künstlerischem Anspruch“.

In der Saison 2013/14 waren eigentlich 13 Neuinszenierungen geplant. Doch zwei mussten laut Schulze wegen der Folgen der Juni-Flut im Theater Döbeln abgesagt werden. „Wir haben Premieren nach Freiberg verschoben. Aber wenn man zwei Gläser in eines schüttet, läuft das Glas irgendwann über“, sagte der Intendant. Shakespeares „Sturm“ hat nun am 9. Mai 2015 in Freiberg Premiere. Die Oper „Don Pasquale“ von Donizetti allerdings wich Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“. Mit Webbers „Sunset Boulevard“ will das Theater wieder ein Erfolgsmusical auf die Bühne bringen. Als Höhepunkt auf der Seebühne kündigte er die Operette „Der Vogelhändler“ an.

Das Schauspiel setzt auf eine bunte Mischung. Der Bogen reicht von Schillers Lustspiel „Der Parasit oder die Kunst, sein Glück zu machen“ über den Thriller „Misery“ von Simon Moore nach dem Roman von Steven King bis zum Gegenwartsstück „Geisterfahrer“ von Lutz Hübner, dessen „Frau Müller“ am Theater ein Renner ist.

Auch die acht Sinfoniekonzerte stehen unter dem Slogan „Mensch“. So beleuchtet Generalmusikdirektor Raoul Grüneis das Thema „Feuer“ mit Richard Wagners Ouvertüre zu „Rienzi“ und Beethovens siebenter Sinfonie. In zwei Konzerten soll es um den Wahn gehen. Dabei erklingt auch Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll, mit der der russische Komponist „seine Depression bekämpfte“, so Grüneis. (FP)