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150 Ideen für den Osterhasentag

Die Händler wollen den offenen Sonntag attraktiver machen. Das findet Zustimmung, aber nicht alles klappt auf Anhieb.

Von Gabriel Wandt

Der Rahmen bleibt unverändert, doch dass die Löbauer Werbegemeinschaft versucht, neue Ideen in die etablierten verkaufsoffenen Sonntage zu bringen, ist mittlerweile deutlich. Am Sonntag steht nun der erste Löbauer Osterhasentag an, der unter Regie des neuen Vorstands der Werbegemeinschaft veranstaltet wird. Der hatte nach dem Stadtfest vom vorigen Jahr endgültig das Ruder übernommen. Chef der Werbegemeinschaft ist der Unternehmer Jens Hübner, im Vorstand arbeiten junge Leute wie die Werbeprofis Maria Kirchner und Alexander Pai mit.

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Der neue Vorstand ist dabei, den Osterhasentag voranzubringen. Um die Löbauer in die Geschäfte zu locken, ist eine Verlosungsaktion wiederbelebt worden. Die Gäste des Osterhasentags bekommen kleine Fläschchen mit Osterwasser, in diesem Fall mit Johannisbeerlikör, ausgeteilt, erzählt Maria Kirchner. Auf der Flasche findet sich eine Nummer, und Nummernkärtchen werden am Sonntag auch in den Schaufenstern der Innenstadtgeschäfte zu finden sein. Wer seine Nummer gefunden hat, erhält im betreffenden Geschäft ein Präsent. 150 kleine Geschenke warten darauf, gefunden zu werden. Auf diese Aktion habe es von den Löbauer Läden eine sehr gute Resonanz gegeben, freuen sich Kirchner und Hübner. Und damit das Nummernsuchen für die Löbauer nicht in Sonntagsstress ausartet, läuft die Aktion auch in der Woche bis Ostern weiter.

Ansonsten lockt der Sonntag die Löbauer wieder in die gesamte Innenstadt. Fast alle Händler werden ihre Geschäfte öffnen, und vor allem auf dem Altmarkt soll es verschiedene Attraktionen geben: Ein Kinderkarussell ist angekündigt, Steffen Dittmar von der Löbauer Brauerei wird seine Kutschen präsentieren, Ponyreiten wird angeboten. Die evangelische Grundschule veranstaltet einen Kuchenbasar, organisiert ein Kettcar-Rennen auf dem Altmarkt und stellt auch den Osterhasen, der traditionell mit seinem Team wieder durch die Stadt ziehen wird.

Ein weiterer Versuch im Vorfeld des Osterhasentags war das Bemühen, die Geschäfte im Einkaufszentrum an der Breitscheidstraße mit einzubinden. Die Ideen hierfür sind schon weit gediehen. So hatte es bereits Absprachen mit Empor Löbau gegeben, ehrenamtlich eine Art Shuttle-Verkehr zwischen der Innenstadt und der Breitscheidstraße einzurichten, um beide Gebiete zu verbinden. Für dieses Wochenende ist das Projekt vorerst nicht zustande gekommen, aber für einen der nächsten verkaufsoffenen Sonntage klappt das vielleicht. Ein Blick Richtung Norden lohnt trotzdem: Klaus Güttler zeigt in seinen neuen Räumen in der Weißenberger Straße 11 seine Bilderschau. Die war bislang in der Sachsenstraße zu finden. Nun präsentiert Güttler die Heißmaltechnik Enkaustik, in der er sich derzeit ausprobiert.

Auch sonst kann Hübner erste Erfolge vermelden: Die Zahl der Mitglieder in der Löbauer Werbegemeinschaft steige wieder, liege derzeit zwischen 30 und 40. Die 50 zu erreichen ist ein Ziel, das der Vorstand sich gesetzt hat. Nächstes größeres Projekt soll ein einheitlicher Auftritt der Werbegemeinschaft sein. Eine Internetseite ist geplant, und damit auch ein Design, das von den Löbauern wiedererkannt wird. Im Internet sollen dann aktuelle Infos zu finden sein. Wann die Seite startet, ist aber vorläufig noch unklar.

Am Rhythmus der übers Jahr verteilten besonderen Sonntage will die Werbegemeinschaft nicht rütteln: Osterhasentag, Stadtfest und Wichteltag werden weiterhin von den Händlern gestaltet. Viel mehr sei in ehrenamtlicher Arbeit nicht drin, erklärt Hübner. Trotzdem: Für Ideen und Vorschläge seien die Händler offen, betonen Hübner und Kirchner. Die würden gesammelt, um dann neue Aktionen nach vorn bringen zu können.

Osterhasentag: Sonntag von 13 bis 18 Uhr