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16 Millionen und ein mieser Ton

Beim WM-Auftakt stimmt zwar die Quote, dafür ist der Reporter nur schwer zu verstehen.

Gute Quote, mieser Ton: Die schlechte Übertragungsqualität zum Auftakt der Fußball-WM hat viele Fernsehzuschauer verärgert. Die Freude im ZDF über den Top-Wert von 15,87 Millionen Fans beim Auftaktmatch zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien wurde durch die mangelhafte Tonqualität erheblich getrübt. Der Sender bedauerte die Panne, sprach von externen Ursachen und kündigte Gespräche mit dem Host Broadcast Services (HBS) an, das für die Gesamtproduktion des Turniers verantwortlich ist.

„Bei der Übertragung der Eröffnungsfeier hatte der Host Broadcaster in Brasilien mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dies hat zu Tonproblemen geführt, die sich nicht nur auf die ZDF-Übertragung, sondern auch auf andere internationale Sender ausgewirkt haben“, teilte der Sender mit. Die 7,31 Millionen Zuschauer konnten von dem WM-Lied, das Jennifer Lopez, die Brasilianerin Claudia Leitte und der Rapper Pitbull sangen, kaum etwas hören. Auch englische Medien klagten über die „erschreckende“ Tonqualität.

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Ein Mitarbeiter des Mainzer TV-Senders hatte noch am Donnerstagabend getwittert, dass ein defekter Encoder die Ursache für die Tonpanne sei. Das Gerät wandelt digitale oder analoge Ton-Signale um. Nach ZDF-Angaben betraf das Encoder-Problem jene Zuschauer, die die Sendung auf dem Dolby-Weg verfolgten. Hier war für einige Minuten das Gespräch zwischen Moderator Oliver Welke und dem Experten Oliver Kahn mit Hall zu hören. Diese Panne konnte das ZDF selbst beheben.

Reporter Bela Rethy kam während des gesamten Spiels ziemlich blechern herüber. Um den scheppernden Ton zu beheben, tauschte er sein Headset aus. Richtig besser wurde es mit neuem Mikrofon und Kopfhörer aber auch nicht. „Das ZDF ist in intensivem Austausch, um solche Schwierigkeiten für künftige Übertragungen auszuschließen“, betonte ein Sprecher.

Trotz des späten Spielbeginns bescherte der Auftakt dem ZDF einen Jahresrekord. Beim DFB-Pokal-Finale hatten 14,27 Millionen Menschen eingeschaltet. (dpa)