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168 Mal Alarm für Coswigs Feuerwehr

Im letzten Jahr hatten die Kameraden weniger mit Brandbekämpfung zu tun.

Von Philipp Siebert

Es war ein abwechslungsreiches Jahr 2013 für die Freiwilige Feuerwehr Coswig. Mit insgesamt 57 Einsätzen während des Katastrophenalarms im vergangenen Juni wurde das erneute Hochwasser zum Hauptschwerpunkt. Hunderte Einsatzkräfte halfen an allen Ecken und Enden der Stadt. Ihn habe sehr beeindruckt, wie gut alle Kameraden zusammengearbeitet hätten, erklärt Coswigs Wehrleiter Andreas Schorbogen.

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Coswigs Wehr rückte 2013 zu weiteren 111 Einsätzen aus. Den Schwerpunkt dieser Einsätze bildete wie seit Jahren der Bereich der technischen Hilfeleistung, mit insgesamt 117 Einsätzen und 20 geretteten Personen. Zu Bränden wurden die Kameraden 51 Mal gerufen. Neben Müllbehältern und Wohngebäuden führten 2013 Industrie- und Geschäftshäuser die Brandstatistik an. Nach einer Explosion waren die Kameraden ebenfalls zur Stelle.

Neben den zahlreichen Ereignissen wurde auch 2013 großer Wert auf eine qualitativ hohe Aus- und Weiterbildung gelegt. So gab es wieder spezielle Ausbildungen im Bereich des Atemschutzes. Beim Katastrophenschutz wurden ebenfalls spezielle Themen behandelt. Wehrleiter Schorbogen erinnert sich, dass noch zu Beginn des vergangenen Jahres alle auf eine Zeit ohne Katastrophen gehofft hatten. „In den Hochwassertagen holte uns dann die Realität schmerzlich ein.“

Ebenfalls schmerzlich ist für den Feuerwehrchef, dass die Wehr immer noch unterbesetzt ist – vor allem wochentags. 67 aktive Einsatzkräfte zählt die Feuerwehr zurzeit. Doch nur vier bis fünf Leute stehen tagsüber in der Woche vor Ort bereit. Die meisten Kameraden arbeiten auswärts. Neun Retter müssten es eigentlich sein, damit ein Löschfahrzeug vollständig besetzt zum Einsatz unterwegs sein kann.