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17,4 Millionen Euro für Kunst und Kultur

Das Geld geht an 144 Projekte und 93 Kultureinrichtungen. Bei Letzteren muss der Kulturraum diesmal Abstriche machen.

Von Elke Görlitz

Der Konvent des Kulturraums Erzgebirge-Mittelsachsen hat gestern in Annaberg-Buchholz das Fördergeld für das kommende Jahr verteilt. Vorausgegangen waren Beratungen der Fachgruppen, die in den letzten beiden Monaten über jeden einzelnen der mehr als 150 Anträge beraten haben. Am Ende stand fest, dass 144 Projekte und 93 Einrichtungen in den beiden Landkreisen bezuschusst werden. 17,4 Millionen Euro sind verteilt worden. „Das ist weniger Geld als in den Vorjahren aufgrund der sinkenden Zuschüsse vom Freistaat“, erklärt Kulturraumsekretär Wolfgang Kalus. Darum habe es erstmals Kürzungen bei der Fördersumme für die Kultureinrichtungen geben müssen. „So bekommt etwa die Mittelsächsische Theater und Philharmonie gGmbH 60 000 Euro weniger als bisher, aber mit 5,6 Millionen Euro den zweitgrößten Betrag nach der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH . Mit 1,27 Millionen Euro unterstützt der Kulturraum die Museen, die das Geld unter anderem für museumspädagogische Angebote ausgeben. Knapp 18 000 Euro hat der Kulturraum dem Stadtmuseum Döbeln und der Kleinen Galerie zugesichert.

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Regional bedeutsame Bibliotheken, zu denen die Döbelner gehört, erhalten 1,29 Millionen Euro. Dieses Geld ermöglicht unter anderem die Beteiligung am neuen Sachsen-OPAC. Über dieses Internet-Portal können Nutzer nach Medien in den Bibliotheken suchen, sich über Neuzugänge informieren, bereits ausgeliehene Medien auf ihren Wunsch vormerken lassen, ihr Leserkonto einsehen sowie Fernleihbestellungen auslösen. Fördergeld kommt außerdem Musikschulen und Kulturzentren, soziokulturellen Projekten und Einrichtungen, der Brauchtumspflege, der Musikpflege und Kirchenmusik zugute. So unterstützt der Kulturraum den Polditzer Orgelverein und hilft bei den Ausgrabungen klingender Kostbarkeiten aus dem Fundus der Waldheimer Kantorei.

Zum ersten Mal seit dem Zusammenschluss der Kulturräume Erzgebirge und Mittelsachsen gibt es 2014 wieder eine Kunstausstellung – ein Projekt, das vorher nur in Mittelsachsen etabliert war. In den neuen Ausstellungsräumen der Augustusburg werden vom 5. Juli bis 2. November exklusiv Werke von 50 Künstlern aus dem Erzgebirge und Mittelsachsen sowie der anderen sächsischen Kulturräume und der Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig zu sehen sein, die in den letzten drei Jahren entstanden sind. „Damit wollen wir das bundesweit einmalige sächsische Kulturraumgesetz würdigen, das vor 20 Jahren beschlossen worden ist“, so Kalus.