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Freital

Wer macht sich am schönsten nass?

Beim 18. Possendorfer Teichfliegen gingen zehn Teams an den Start. Auch Egon Olsen war dabei. Doch sein Plan ging natürlich schief.

© Dirk Zschiedrich

Es gibt Burgen, die fliegen können. Eine wurde am Sonnabend beim Possendorfer Teichfliegen vorgestellt. Bei diesem bereits zum 18. Mal ausgetragenen Gaudiwettbewerb geht es darum, etwas zu bauen, das hübsch oder ungewöhnlich aussieht und beim Abflug über eine Rampe in den Teich am Possendorfer Schulpark „eine gute Figur“ macht. 

Besagte Burg wurde von den „Kanz Kleveren Vüchsen“, einer Gruppe um Erik Göhler und Domenik Hauke, geschaffen. Die jungen Männer sind alle beim Possendorfer Karnevalsverein aktiv und sehr gut aufgelegt. Gut zehn Wochen haben sie an ihrer Burg getüftelt.

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Dieser Aufwand hat sich gelohnt. Bereits beim ersten Teil dieses Gaudiwettbewerbs überzeugten die Jungs die Jury. Dresdens Partykönig Wolle Förster, der zum 16. Mal das Teichfliegen moderierte und die Jury begleitete, war ganz begeistert von der Burg. „Die ist toll geworden“, sagt er. In der Kategorie „Schönheit“ hatten die Vüchse schon mal gut abgeschnitten. 

Ob das Team später die Jury auch mit seiner Show überzeugt, einen guten Flug in den Teich hinkriegt und das Publikum auf seine Seite ziehen kann, das konnte „Wolle“ beim Rundgang aber noch nicht sagen. Am Ende ist es so gekommen. Die Vüchse holten den ersten Platz, der Jubel war groß.

Das Team vom Elferrat Rabenau fuhr mit seinem schicken Cadillac auf Platz zwei ein. Marcel und André schafften es als Duo „Dörte Densing“ auf Platz drei. Der ungeliebte vierte Platz ging an die „Olsenbande“. Das Team, dem auch Mitorganisator René Hähnel angehörte, war mit einem nachgebauten Bierflaschentransporter einer bekannten Brauerei dabei. Das Auto schaffte es immerhin, Egon alias René Hähnel heil ins Wasser zu bringen. Das hielt den Possendorfer zur Freude der Besucher aber nicht ab, in den Teich zu springen. 

Beim diesjährigen Teichfliegen beteiligen sich insgesamt zehn Flugobjekte, vier wurden von den Schülern der Grundschule mit Unterstützung ihrer Eltern gebaut. Wolle Förster warb mehrmals dafür, dass beim nächsten Gaudiwettbewerb mehr Teams dabei sein sollten. Der Dresdner stellte 1.000 Euro Unterstützung in Aussicht. Das zeigte Wirkung. Die Ortsfeuerwehr ging darauf ein und kündigte gleich zwei Teams an, eine Kindermannschaft und ein Erwachsenen-Team. Man darf also gespannt sein auf das 19. Teichfliegen, das im August 2020 stattfinden wird.