merken

18 Tonnen in luftiger Höhe

Die Uhrenfirma Lange hat ihren Neu- und einem Altbau verbinden lassen. Der eigentliche Einbau dauert nur eine Stunde.

Von Maik Brückner

Hier shoppt Riesa

Genießen Sie das Einkaufsvergnügen der besonderen Art in über 30 Shops.

Es ist vollbracht. Über der Altenberger Straße spannt sich seit dem Wochenende eine Brücke zwischen dem Neubau der Firma Lange-Uhren und ihrer bestehenden Betriebsstätte Lange II. Noch ist die Fußgängerbrücke als solche nicht zu erkennen, da nicht nur der Fußboden, sondern auch das Dach und die Seitenverkleidungen fehlen. Diese sollen Ende März anmontiert werden, sagt Kirsten Hultzsch von der Lange-Pressestelle.

Das Stahlskelett hängt 5,50 Meter über der Altenberger Straße.
Frank Göbel und ein paar Schaulustige verfolgten den Einbau der Brücke.

Im Vergleich zu den Arbeiten, die am Wochenende ausgeführt wurden, wird das aber wenig spektakulär sein. Schließlich wird so ein Stahlskelett nicht aller Tage über einer Staatsstraße eingebaut. Das kann auch Frank Göbel, Chef der Metallbau Göbel GmbH, bestätigen. Er baut oft Brücken. Auch diese hat er geschaffen. „Dafür haben wir drei Wochen benötigt“, sagt er. Um das 14 Tonnen schwere und zwölf Meter lange Hauptteil der Brücke einzubauen, musste die zwischen den beiden Gebäuden verlaufende Staatsstraße gesperrt werden. Die Genehmigung dafür hatten Lange und Göbel für das Wochenende bekommen. Sonnabendfrüh um 7 Uhr legten die Monteure los, zunächst mit vorbereitenden Arbeiten. So setzten sie am Gebäude Lange II ein Stahlportal auf ein bereits vormontiertes Betonfundament auf. Dieses Portal wird die Brücke bis zur Einbindung in den Altbau tragen, erklärt Göbel. Denn dazu muss dessen Fassade geöffnet und die Brücke um einen Meter verlängert werden. Das soll ab Mai passieren, wenn die Fertigung aus dem Gebäude Lange II in den Neubau gezogen ist, sagt Frau Hulzsch.

Auch am Neubau wurde am Sonnabend gearbeitet. Hier wurde das Festlager angeschraubt. „Bei so komplizierten Konstruktionen ist das üblich.“ Das Festlager hat die gleiche Breite und Höhe wie die Brücke, ist aber nur 2,50 Meter lang, erklärt Frank Göbel. Die eigentliche Brücke sollte erst am Sonntag angeliefert und anmontiert werden. Da aber Schneefall angesagt war, versuchten die Monteure den Tieflader schon am Sonnabend fahrenzulassen. Nach mehreren Telefonaten gestattet die Landesdirektion den Transport. Der zwölf Meter lange und überbreite Tieflader konnte unter Polizeibegleitung von Reinholdshain nach Glashütte fahren. Am Sonntag sollte sich dann zeigen, wie gut Göbels Leute gearbeitet haben. Um 8 Uhr begannen die Vorbereitungen für das Reinheben. Dazu wurden zwei Kräne aufgebaut, in den mit Olaf Paul und Clemens Gellrich zwei sehr erfahrene Kranführer saßen, sagt Göbel.

Und Erfahrung wurde gebraucht. Denn der Einbau gestaltete sich kompliziert, da am Altbau das vormontierte Portal und die Fassadenvorsprünge den Spielraum für das Einheben auf zwei Zentimeter reduzieren. Für die Kranführer war das kein Problem. Eine halbe Stunde nach dem Abheben vom Tieflader, das geschah gegen 9.15 Uhr, befand sich die Brücke am Platz und konnte verschraubt werden. Dass die Vollsperrung um 16 Uhr aufgehoben werden konnte, ist vor allem das Verdienst von Göbels Projektleiter Holger Buschbeck, der sich um Planung, Fertigung und Montage kümmerte.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.