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2 000 Läufer in Bautzen erwartet

Am 7. September steigt die 26. Auflage des Stadtlaufes. Unter den Teilnehmern ist auch ein früherer Olympionike

Beim Bautzener Stadtlauf 2008 gelang dem Bautzener Profi-Triathleten Maik Petzold (2. v. li.) der erste von drei Siegen über 10 Kilometer in glänzenden 30:32 Minuten. Damals ging die Strecke noch durch die Schilleranlagen. Unser Foto zeigt die Spitzengrup
Beim Bautzener Stadtlauf 2008 gelang dem Bautzener Profi-Triathleten Maik Petzold (2. v. li.) der erste von drei Siegen über 10 Kilometer in glänzenden 30:32 Minuten. Damals ging die Strecke noch durch die Schilleranlagen. Unser Foto zeigt die Spitzengrup © Archivfoto: Christian Kluge

Bautzen. Ganze 112 Läuferinnen und Läufer waren es, die bei der Premiere des Bautzener Stadtlaufes im Jahr 1994 an den Start gingen. Inzwischen wartet die 26. Auflage auf die Sportler aus der ganzen Oberlausitz – und die Teilnehmerzahlen sind in den letzten beiden Jahren auf über 2 000 angestiegen. „Damit rechnen wir auch in diesem Jahr“, sagt Cheforganisator Steffen Waldmann, gleichzeitig Geschäftsführer beim ausrichtenden MSV Bautzen 04. „Wir haben 2 000 normale Medaillen und erstmals 250 besondere für die Teilnehmer am Bambini-Lauf bestellt.“

Das könnte dann gerade so reichen, denn 2017 und 2018 gingen schon rund 200 Bambinis an den Start des ersten Wettbewerbes beim Stadtlauf. Seit 1994 haben die Organisatoren übrigens fast 26 000 Aktive auf den verschiedenen Distanzen und in den verschiedenen Altersklassen begrüßen können. „Wir wollen hauptsächlich Kinder und Jugendliche zum Laufen bringen“, erklärt Waldmann, der selbst aktiver Triathlet ist und schon 16 Mal beim Bautzener Stadtlauf mitgemacht hat.

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Klappt das auch dieses Jahr wieder? „Wenn alles vor dem Hauptlauf um 14 Uhr glatt läuft, dann ziehe ich mir vielleicht auch noch schnell die Laufschuhe an für die zehn Kilometer“, lächelt der Bautzener, der übrigens für den BLV Rot-Weiß startet und nicht für den MSV 04, obwohl er dort Geschäftsführer ist. „Ich bin in beiden Vereinen Mitglied“, sagt Waldmann, der damit überhaupt kein Problem hat.

Während es für ihn dann die 17. Teilnahme wäre, steht ein Name in der Statistik der letzten 25 Läufe ganz allein oben – und zwar der von Gernot Pakoßnik (Jahrgang 1942), der inzwischen für den SV Kubschütz startet und tatsächlich alle bisherigen Stadtläufe mitgemacht hat.

Ex-Triathlon-Profi ist Schirmherr

Und wie sieht es mit der „Lauf-Prominenz“ aus am 7. September in Bautzen? „Maik Petzold ist auf jeden Fall unser Schirmherr für den Familienlauf, der um 13.30 Uhr gestartet wird“, freut sich Steffen Waldmann über das Engagement seines BLV-Vereinskollegen, der in früheren Jahren Triathlon-Profi war, bei zwei Olympischen Spielen startete und – natürlich – zwischen 2008 und 2014 auch schon dreimal beim Bautzener Stadtlauf gewonnen hat. Mit Klassezeiten, wie sich die Lauffreunde sicherlich erinnern werden.

Bleibt abzuwarten, ob Petzold, der noch immer gut in Form ist, auch diesmal seine Laufschuhe schnüren wird. Auf SZ-Nachfrage ließ er am Donnerstag verlauten: „Den Familienlauf mache ich auf jeden Fall mit. Ob ich die 10 Kilometer sportel, entscheide ich nach meiner Form und Motivation. Dieses Wochenende geht es für mich wieder bei der O-See Challenge als Läufer in der Staffel rund.“

Petzolds Vater Reinhard gehört mit 14 Teilnahmen am Stadtlauf auch zu den Top Ten der Statistik, die seit vielen Jahren von MSV-Urgestein Dieter Schüßler äußerst akribisch und ausführlich geführt wird. Spitzenreiterin bei den Frauen ist momentan Hella Helm vom Königswarthaer SV, die ebenfalls schon 14 Mal in Bautzen am Start war.

In diesem Jahr verläuft der Rundkurs bei den Hauptläufen wieder außerhalb der Schilleranlagen, weil dort laut Waldmann auch jetzt wieder plötzlicher Astabbruch droht. Hitze und Trockenheit machen den Bäumen leider wieder sehr zu schaffen. Als Moderator konnten die Organisatoren wie im Vorjahr Stefan Bräuer gewinnen. „Er wird auch die Erwärmung zu Beginn der Veranstaltung übernehmen“, sagt Waldmann. Bräuer wandelt dabei als Moderator in großen Fußstapfen, denn nicht weniger als sechs Mal war es Heinz-Florian Oertel, der mit zwei Unterbrechungen zwischen 1996 und 2003 am Mikrofon war.

Und was gibt es sonst noch Neues beim Bautzener Stadtlauf – außer den Bambini-Medaillen? „Wir haben erstmals für den Postplatz einen Sanitär-Container geordert“, sagt Steffen Waldmann. „Der steht vor dem Haus der Sorben und verfügt über sieben Toiletten. Das soll vor allem Müttern und Vätern mit kleinen Kindern helfen, weil die Umkleiden und Sanitäranlagen im Melanchthon-Gymnasium doch etwas weiter weg sind. Die Leute, die zu unserer Veranstaltung kommen, sollen sich einfach noch wohler fühlen.“

Bitte das Parkleitsystem beachten

Bei der Frage nach den Parkmöglichkeiten verweist Waldmann auf das ausgeschilderte Parkleitsystem der Spreestadt. „Derzeit gibt es in der Innenstadt Baustellen und die Parkplätze sind dort durch den Lauf sowieso schon knapp.“ Noch wichtig für die Teilnehmer: Natürlich gibt es auch in Bautzen Punkte für den beliebten Läufer-Cup der Oberlausitz. Und Nachmeldungen für die Hauptläufe sind noch bis eine halbe Stunde vor dem Start am Postplatz möglich. Das kostet dann drei Euro extra. Die normalen Startgelder betragen für Schüler drei Euro und für die beiden Hauptläufe acht (6 km) beziehungsweise zehn Euro (10 km). Der Online-Anmeldeschluss ist am 6. September um zwölf Uhr.

www.stadtlaufbautzen.de

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