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Pirna

20 neue Lieblingsplätze für Behinderte

Mit Fördermitteln werden öffentliche Einrichtungen im Landkreis neu ausgestattet. Ein Teil des Geldes ist ausschließlich für Arztpraxen vorgesehen.

Für Gehbehinderte ist es schwierig, ins Bürgerhaus am Bahnhof Kipsdorf zu gelangen.
Für Gehbehinderte ist es schwierig, ins Bürgerhaus am Bahnhof Kipsdorf zu gelangen. © Frank Baldauf

Wer ins Bürgerhaus am Bahnhof Kipsdorf will, muss derzeit Treppen überwinden. Das soll sich jedoch ändern. Die Stadt Altenberg plant eine Rampe am Haupteingang des Bürgerhauses. Für den Bau gibt es nun Fördermittel. Das hat der Sozialausschuss des Kreistags in diesem Monat beschlossen. 

Derzeit ist zwar offen, wie lange die Baustellen überhaupt weiterlaufen können, aber fest steht, dass neben dem Rampen-Bau in Kipsdorf 15 weitere dazukommen, um öffentliche Einrichtungen behindertengerecht umzugestalten. Um welche Einrichtungen es sich handelt, wurde monatelang diskutiert.

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Es ging um die Verteilung der Mittel aus dem Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen „Lieblingsplätze für alle“ der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank. Unter den nun beschlossenen 16 Projekten befinden sich vier Arzt- beziehungsweise Physiotherapie-Praxen. Für diese wurden laut Förderrichtlinie extra 25 Prozent der dem Landkreis maximal zur Verfügung stehenden Mittel reserviert.

So soll das Gebäude Hauptstraße 86 in Dürrröhrsdorf-Dittersbach zwei Treppenlifte bekommen. Dort befinden sich im Kellergeschoss eine Physiotherapie und im 1. Obergeschoss eine Arztpraxis. Allgemeinmedizinerin Ines Bialk in Sebnitz soll für ihre Praxis eine hydraulische und höhenverstellbare Untersuchungs- und Behandlungsliege bekommen. 

Die ehemalige Mittelschule in Gersdorf im Osterzgebirge soll außen eine Rampe und innen einen Plattformlift erhalten. In dem Gebäude befinden sich eine Arztpraxis und eine Physiotherapie. In der Arztpraxis Schilling in Altenberg sollen zudem die sanitären Anlagen behindertengerecht umgebaut werden. 

Für alle vier Maßnahmen wird eine Fördersumme von knapp 53.000 Euro ausgegeben. Etwa 67.000 wären möglich gewesen. Doch weitere Anträge gab es nicht in der Frist. Das Geld geht aber nicht verloren. Denn es gibt in den anderen Bereichen einen hohen Bedarf und die Mittel können nun dafür verwendet werden.

Diese Maßnahmen werden gefördert

Diakonie; mobile Kommunikationsanlage für Schwerhörige sowie Info-Faltblätter für Behindertenberatung sowie zur Familien- und Erziehungsberatung in Dippoldiswalde, Freital, Heidenau;

Katholische Pfarrei Dippoldiswalde; Einbau von Medientechnik und Hörschleifenverstärker zum besseren Hören und Verständigen;

Katholische Pfarrei Dippoldiswalde; Einbau von Medientechnik und Hörschleifenverstärker zum besseren Hören und Verständigen;

Gesellschaftszentrum Birkwitz-Pratzschwitz; Schaffung eines behindertengerechten Zugangs;

Spielbühne Freital; Umbau des Gebäudes zu einem barrierefreien Kleinkunsttheater;

Natur- und Familien-Oase Königstein; Einbau eines Plattform-Lifts zur Überbrückung der Treppe vom Bettenhaus zum Speisesaal; 

Mehrgenerationenplatz Spechtshausen; Schaffung einer barrierefreien Toilettenanlage;

Max-Jacob-Theater Hohnstein; Wegbefestigung mit Betonpflaster zwischen Treppenlift und WC für Menschen mit Behinderung;

Caritas Familienferienstätte St. Ursula Struppen; Schaffung eines barriefreien Eingangs sowie eines barrierefreien Apartments; 

Jacobuskirchgemeinde Pesterwitz; Schaffung eines barrierefreien Zugangs zu Kirche, Behinderten-WC und Friedhof;

Pflanzengarten und Heimatmuseum Stadt Wehlen; Herstellen einer barrierefreien Zuwegung;

Bürgerhaus Bahnhof Kipsdorf; barrierefreier Eingang (Rampe) am Haupteingang

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Neben den vier Projekten in Praxen wurden 23 weitere eingereicht. Alles zusammen gerechnet, hätten rund 478.000 Euro an Fördermitteln verbraucht werden können. Es stehen aber nur 269.900 Euro für den Landkreis zur Verfügung. 

So wurde der Senioren- und Behindertenbeirat mit einbezogen und eine Arbeitsgruppe war beratend dabei tätig, eine priorisierte Liste der Projekte aufzustellen, die als erste umgesetzt werden sollen. Diese ist im Rats- und Bürgerinformationssystem des Landkreises für jeden einsehbar. Zu finden ist sie über die Sitzung des Sozialausschusses am 11. März.

Sollte Geld übrig bleiben oder weiteres zur Verfügung stehen, kommen die Nachrücker  auf der Prioritätenliste zum Zuge. Sowie der Landkreis den Zuwendungsbescheid von der Aufbaubank bekommt, werden die entsprechenden Antragsteller informiert, heißt es.

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