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2008 sollen die ersten Rußfilter vom Band laufen

Großröhrsdorf. Mitte November will die Firma Clean Diesel Ceramics den Grundstein für ihr Werk im Rödertal legen.

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Von Reiner Hanke

Während die Firma Sunfilm das Richtfest für ihr Großröhrsdorfer Solarwerk vorbereitet, wird nur einen Steinwurf entfernt der Baugrund für ein weiteres neues Unternehmen planiert. Am 13. November soll der Grundstein für das Werk der CDC Clean Diesel Ceramics aus Dresden gelegt werden. Das entsteht derzeit für mehrere Millionen Euro auf einer Fläche von rund 10000 Quadratmetern und soll eine Novität auf den Markt der Abgasfilter bringen. Dabei dreht es sich um einen „Dieselpartikelfilter, der in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien in Dresden entwickelt wurde“, erklärt Projektleiter Thoralf Schmidtgen.

Die Herstellung in Serie sei unter dem Dach des Instituts allerdings nicht möglich: „Wir benötigen dafür eine Produktionsstätte, in der zweischichtig gearbeitet werden kann“ und die den nötigen Raum biete. Für den Bau wurde der Standort Großröhrsdorf ausgesucht. Die Industriestadt an der Röder konnte besonders günstige Bedingungen vorweisen. Großröhrsdorf sei vor allem aus zwei Gründen attraktiv für die Investoren, schätzt Bürgermeisterin Kerstin Ternes ein: „Wir profitieren von der Nähe zu Dresden und vom hervorragenden Autobahnanschluss.“ Das waren auch für den Investor handfeste Gründe. Aber nicht nur. „Wir wurden sehr wohlwollend in Großröhrsdorf aufgenommen. Ebenso lief das Genehmigungsverfahren übers Landratsamt Kamenz reibungslos.“ Rundherum zufrieden sei man bei CDC. Produktion und Entwicklung werden in der Rödertalstadt angesiedelt. Für ihr Produkt rechnet sich die derzeit 25-köpfige Mannschaft gute Chancen aus: „Die gesetzlichen Abgasnormen werden schließlich immer strenger und die Motoren benötigen eine Abgasnachbehandlung“, sagt Thoralf Schmidtgen, ein Wachstumsmarkt.

Die Stadt Großröhrsdorf verspricht sich deshalb auch eine wachsende Mitarbeiterzahl.

Spezialisiert auf Keramik

Spezialisiert hat sich das Dresdner Team auf Keramikfilter und verspricht mit diesem System einen besonders hohen Reinigungsfaktor. „Unser Filter hält 99Prozent der Rußpartikel zurück. Sie können ein weißes Taschentuch hinter den Auspuff halten, es bleibt sauber, erklärt Schmidtgen. Die Technik sei außerdem robust konzipiert und deshalb gut für Baumaschinen geeignet, einer Technik, die hohen Belastungen ausgesetzt ist.

Mitte des kommenden Jahres sollen die ersten Filter vom Band laufen. Der Zeitplan ist also eng: Noch vor Weihnachten sollen die Dächer auf Verwaltung und Produktionshalle kommen, um anschließend den Innenausbau vorantreiben zu können.