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Hoyerswerda

2018 hat es knapp 2000-mal mobil geblitzt

Die Landkreis-Statistik zeigt, wo in Bernsdorf, Lauta und Wittichenau oft und wo gar nicht gerast wurde.

Wenn ein Geschwindigkeitsmessgerät in einem Fahrzeug installiert ist, lässt es sich oft erst entdecken, wenn der Blitz auslöst..
Wenn ein Geschwindigkeitsmessgerät in einem Fahrzeug installiert ist, lässt es sich oft erst entdecken, wenn der Blitz auslöst.. © Foto: Ralf Grunert

Ein frühsommerlicher Mittwoch mit einem Sonne-Wolken-Mix bei etwas über 20 Grad war der 23. Mai 2018. Vor allem aber war es der Tag, an dem das mobile Geschwindigkeitsmessgerät des Landratsamtes Bautzen zur Höchstform auflief. 

Bei keinem anderen der 179 Einsätze im Jahresverlauf auf den Straßen von Bernsdorf, Lauta und Wittichenau wurden so viele Fahrzeuge geblitzt wie an diesem Tag auf der Särchener Straße in Wittichenau. Von den 586 in der Zeit zwischen 6.30 und 9.25 Uhr gemessenen Fahrzeugen waren 64 schneller als die erlaubten 30 km/h unterwegs.

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Es blieb allerdings auch der einzige Blitzer-Einsatz des Landratsamtes auf dieser keine 300 Meter langen schmalen Straße zwischen der Kobermühle und der Hosker Straße. Die wurde bekanntlich während der Sperrung der B 96 am Knappensee und der Kreisstraße zwischen Maukendorf und Knappenrode anstelle der offiziellen Umleitungsstrecken über Lohsa als Schleichweg in und aus Richtung Bautzen genutzt.

Hier blitzte es besonders oft

Am häufigsten hat der Messtrupp des Landratsamtes an der Nordstraße in Bernsdorf Position bezogen. An immerhin 20 Tagen im Jahr geschah das, wobei 2 344 Fahrzeuge gemessen wurden, von denen 148 zu schnell waren. Bei der Häufigkeit der Vor-Ort-Besuche folgen die Grünewalder Straße im Bernsdorfer Ortsteil Wiednitz mit 18 Tagen und die Hoyerswerdaer Straße – ebenfalls in Bernsdorf – mit 15 Tagen, an denen das Messgerät aufgestellt wurde.

Ziemlich gleichmäßig verteilt

Auf den wichtigsten Verkehrsachsen in Lauta war das Kontrollgeschehen ziemlich gleichmäßig verteilt. Jeweils zehn Einsätze gab es im Jahresverlauf auf der Karl-Liebknecht-Straße (1 128 gemessene Kfz/ 33 zu schnell), auf der Senftenberger Straße (3 616/73) und auf der Friedrich-Engels-Straße (1 0803/89). Bei den insgesamt acht Messungen auf der Hauptstraße in Laubusch wurden gerade mal 743 Fahrzeuge registriert. 31 von diesen fuhren zu schnell.

Schwerpunkte der Geschwindigkeitsmessungen im Bereich Wittichenau waren die Hosker Straße (3 328/75) mit zwölf Tagen, die Kreisstraße in Spohla (1 259/250) mit neun Tagen und die Kreisstraße in Maukendorf vor der ehemaligen Schule (2 847/164) mit acht Tagen.

In Summe war der Landkreis-Blitzer im vergangenen Jahr an 44 Tagen in Wittichenau jeweils mindestens eineinhalb Stunden im Einsatz. Von 10 120 gemessenen Fahrzeugen waren 680 zu schnell, macht eine Quote von 6,7 Prozent. In Bernsdorf wurden an 78 Tagen Kontrollen durchgeführt und dabei 15 421 Fahrzeuge registriert. Bei 905 geblitzten Kfz betrug die Raserquote 5,9 Prozent. Noch vorbildlicher verhielt sich das Gros der Fahrzeugführer bei den an 57 Tagen in Lauta durchgeführten Messungen. Hier waren von 9 027 Fahrzeugen 373 und damit nur 4,1 Prozent zu schnell unterwegs.

Das verhältnismäßig schlechte Abschneiden von Wittichenau in der Statistik des Landratsamtes liegt in erster Line am Ergebnis der Kontrollen auf der Kreisstraße in Spohla. An allen neun Messtagen betrug die Raserquote da zwischen 10 und 30 Prozent. Am 22. Juni zum Beispiel waren von 194 gemessenen Fahrzeugen 59 zu schnell.

Überhaupt keinen Treffer landete der Landkreis-Messtrupp bei vier Einsätzen in Lauta (Berliner Straße, Oststraße, Hauptmannstraße), bei drei Einsätzen in Bernsdorf (Dresdner Straße, Thälmannstraße, Grünewalder Straße) sowie bei drei Einsätzen in Wittichenau (Hoske, Hosker Straße).

Besonders hoher Raser-Anteil

Die höchste Treffer-Quote wiederum gab es mit jeweils mehr als 40 Prozent bei einzelnen Kontrollen auf dem Birkenweg, dem Eichenweg und auf der Eichgartenstraße in Bernsdorf. Hier ragen die Eichgartenstraße und der Eichenweg mit einem 57,14-prozentigen Raser-Anteil noch heraus. Allerdings wird die Quote dadurch in die Höhe getrieben, dass es sich um kaum befahrene Straßen handelt. So waren bei der einzigen Messung im Jahresverlauf in der Eichgartenstraße am 23. Oktober innerhalb von zwei Stunden von 14 gemessenen Fahrzeugen acht zu schnell. Im Eichenweg wurde zweimal im vergangenen Jahr kontrolliert. In eineinhalb Stunden wurden am 25. Juli sieben Fahrzeuge registriert. Vier davon waren schneller als erlaubt unterwegs.

Eine Konzentration am Vormittag

Das Kontroll-Geschehen spielte sich tagsüber im Zeitraum zwischen 5.20 Uhr und 20 Uhr ab, wobei es sich auf die Vormittagsstunden konzentrierte. Dass Fahrzeugführer aber selbst in der Frühe nicht sicher sein können, mit zu hoher Geschwindigkeit ungeschoren davonzukommen, zeigt der Birkenweg in Bernsdorf, wo bei einer Blitz-Aktion am 3. Dezember in der Zeit von 5.20 bis 8.20 Uhr 71 Fahrzeuge gemessen wurden – 33 zu schnell! Noch mehr Betrieb herrschte am 22. Juni etwa im gleichen Zeitraum auf der Kreisstraße in Spohla. Von 194 gemessenen Fahrzeugführern fingen sich 59 ein Knöllchen ein.

In Summe wurden im vergangenen Jahr bei den Geschwindigkeitskontrollen des Landratsamtes in Bernsdorf, Lauta und Wittichenau 34 568 Fahrzeuge registriert und von diesen wiederum 1 958 geblitzt. Macht eine Raser-Quote von 5,6 Prozent!