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26-Jähriger unter schwerem Verdacht

Die Polizei in Dresden hat einen Deutsch-Iraker aus dem Umfeld der „KMN-Gang“ verhaftet. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Das Foto zeigt Ammar R. bei einer früheren Gerichtsverhandlung. Jetzt befindet sich der 26-Jährige wieder in Haft.
Das Foto zeigt Ammar R. bei einer früheren Gerichtsverhandlung. Jetzt befindet sich der 26-Jährige wieder in Haft. © Archivbild: SZ

Der Deutsch-Iraker Ammar R. ist 26 Jahre alt und zählt zum Umfeld der bekannten Rappergruppe „KMN-Gang“. Erst im Frühjahr war der jüngere Bruder des Sängers „Nash“ nach zweieinhalb Jahren aufgrund eines kuriosen Richterfehlers aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Seit Mittwoch jedoch befindet er sich wieder in Haft. Er soll an einer Messerstecherei beteiligt gewesen sein. Nun wird gegen den 26-Jährigen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt, der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft.

Schon am Dienstag war R. in seinem Wohnhaus in Reick von der Polizei abgeholt worden. Er wurde der Rechtsmedizin vorgestellt. Anlass war eine Auseinandersetzung in einer Shisha-Bar in der Winkelmannstraße am Sonnabend, bei der ein Mann verletzt wurde. Offenbar haben die Forensiker Spuren gefunden, die R. nun belasten.

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Der 26-Jährige wurde im April 2018 am Landgericht Dresden wegen sexueller Nötigung, Körperverletzung und Handels mit rund 35 Kilogramm Marihuana zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Doch das Urteil enthielt Formfehler – eine Richterunterschrift fehlte. Das Verfahren muss nun wiederholt werden. R. wurde daher im März dieses Jahres aus der U-Haft entlassen – obwohl er noch Angeklagter in einem zweiten Prozess am Landgericht war. Der endete im Juni, und R. erhielt wegen Drogenhandles und Führens einer Schusswaffe weitere dreieinhalb Jahre Haft.

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R. steht auch im Verdacht, in der Shisha-Bar an der Winkelmannstraße einen 30-Jährigen mit einer Schusswaffe bedroht zu haben. Die Tat Anfang September war der Anlass, warum die Polizei die Bar und drei Wohnungen durchsucht hatte. Bis vergangenen Freitag war R. mehrfach im Gericht zu sehen, er besuchte den Prozess gegen seinen Kumpel Mustafa K. (25), der für die Rappergang arbeitet.

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