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Riesa

28.000 Euro für das Grube-Stadion

Die Tribüne des Traditions-Baus ist seit Jahren gesperrt. Trotzdem sollen die Stadträte nun Geld für das Areal lockermachen.

Wegen Baufälligkeit gesperrt: die Tribüne im Grube-Stadion.
Wegen Baufälligkeit gesperrt: die Tribüne im Grube-Stadion. © Archivfoto: Sebastian Schultz

Riesa. Das Grube-Stadion sorgt in Riesa für Emotionen: Tausende pilgerten einst dorthin, um Oberliga-Spiele der BSG Stahl zu verfolgen. Heute trainieren dort nur noch Nachwuchsmannschaften, weil die Tribüne wegen Baufälligkeit gesperrt ist und die Anlage für den Wettkampfbetrieb nicht mehr zugelassen ist. Dennoch sollen die Stadträte nun fast 30.000 Euro für das Grube-Stadion genehmigen, wie aus einer Vorlage für den Finanzausschuss hervorgeht.

Für exakt 28.266 Euro und 40 Cent ist allerdings keine Sanierung des Traditionsbaus zu erwarten. Tatsächlich will die städtische Tochtergesellschaft AGV für diesen Betrag dort die Reinigung, Pflege der Außenanlagen und Hausmeisterdienste übernehmen. Konkret geht es darum, das Sozialgebäude zu reinigen und den Sportplatz so zu pflegen, dass dort der Trainingsbetrieb aufrechterhalten werden kann.

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Der bisherige Vertrag dafür läuft Ende Juli aus. Neu ausgeschrieben wurde er allerdings nur für ein Jahr. Dafür habe sich die Verwaltung entschieden, weil „über die Zukunft des Gebäudes noch keine präzise Entscheidung getroffen wurde“, heißt es. Sprich: Es ist noch offen, wie lange das Stadion für das Training zur Verfügung steht. Bei der BSG Stahl ist der Standort geschätzt, weil ihn Nachwuchsspieler aus dem Umland sehr leicht per Bus und Bahn erreichen können – das Stadion liegt nur einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt.

Die Stadt hatte zuvor geschätzt, dass die Dienstleistungen rund 20.000 Euro kosten würden. Die Verwaltung bat drei Fachfirmen um Gebote – tatsächlich ging nur das Angebot der AGV ein, das 8.000 Euro über dem geplanten Betrag liegt. Am 18. Juni entscheidet der Finanzausschuss.

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