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„28 Schüler gehen zum Landeswettbewerb“

Margot Berthold, Leiterin der Musikschule Mittelsachsen, hat den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ maßgeblich organisiert. Der Döbelner Anzeiger hat mit ihr gesprochen. Frau Berthold, in Döbeln gab es am Wochenende zwei Tage lang Musik.

Margot Berthold, Leiterin der Musikschule Mittelsachsen, hat den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ maßgeblich organisiert. Der Döbelner Anzeiger hat mit ihr gesprochen.

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Frau Berthold, in Döbeln gab es am Wochenende zwei Tage lang Musik. 130 Schüler stellten sich dem Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. Wie ist es gelaufen?

Es war ein Wettbewerb auf hohem Niveau. Es ist große Klasse, was die jungen Musiker geleistet haben. Es gab Beiträge, da standen uns die Münder offen. Insgesamt 28 Schüler haben so herausragend gespielt, dass sie die Weiterleitung zum Landeswettbewerb erhalten haben. Das ist ganz toll. Damit hat sich der Aufwand für die aufwendige Organisation gelohnt. Ich hatte dafür 40 Helfer aus Förderverein, Elternrat und Schüler an meiner Seite sowie ein tolles Kollegium aus allen Teilen der Musikschule. Ohne sie wäre der Ablauf nicht so reibungslos verlaufen.

Welche Bedeutung hat der Wettbewerb?

Seit dem 1. Wettbewerb im Jahr 1964 ist „Jugend musiziert“ zum bedeutendsten Förderprojekt für musikalischen Nachwuchs in Deutschland geworden. Hinter seiner Gründung stand ursprünglich die Idee, durch einen dreistufig angelegten Wettbewerb gezielt für Nachwuchsmusiker in den großen Orchestern zu sorgen. Heute steht neben dem Fördergedanken die künstlerische Standortbestimmung im Vordergrund: „Jugend musiziert“ soll motivieren und Orientierung sein. Der Wettbewerb schärft den Blick über den Tellerrand für Schüler und Lehrer. Der Regionalwettbewerb an diesem Wochenende war einer von fünf Regionalwettbewerben in Sachsen.

Geht es dabei um Breitenförderung oder Spitzenförderung?

Die Musikschule ist um die Förderung einer breiten Schülerschar bemüht. Ähnlich wie beim Sport werden die Talente herausgefischt und weiter gefördert. Insofern ist die Breitenförderung die Basis für die Spitzenförderung. Wir haben 130 junge Musiker aus den Landkreisen Mittelsachsen, aus dem Erzgebirgskreis sowie aus der Stadt Chemnitz. Allein 40 Nachwuchsmusiker kommen von der Musikschule Mittelsachsen und 19 sind aus Döbeln.

Wie wird der Wettbewerb finanziert?

Der Regionalwettbewerb muss sich selbst finanzieren, es gibt keine finanzielle Unterstützung. Um diesen Wettbewerb austragen zu können, mussten wir vorher das Geld organisieren. Ohne Sponsoren hätten wir Probleme bekommen. Die Unternehmensgruppe Burchard Führer unterstützte den Wettbewerb als Hauptsponsor. Die weiteren Unterstützer sind die Kreissparkasse Döbeln und die Sparkasse Mittelsachsen. 9300 Euro kostet der Wettbewerb.

Wer waren die Juroren?

Wir haben insgesamt 30 Juroren verpflichten können. Das sind einerseits Lehrer unserer Musikschule Mittelsachsen sowie freischaffende Musiker. Weiterhin sind es Orchestermusiker sowie Hochschuldozenten wie Professor Christina Hossfeld von der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden. Mit dabei ist auch Claudia Schöne, Oboistin der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz.

Es fragte: Dagmar Doms-Berger

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