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30 gefährdete Häuser in Bautzen

In Görlitz ist ein Altbauhaus eingestürzt. In Bautzen sieht die Stadt keine akute Gefahr, behält einige Gebäude aber im Blick.

Die Bürgerhäuser in der Inneren Lauenstraße gehören zu Bautzens prominentesten Wackelkandidaten. In den letzten Wochen hat der Eigentümer hier Sicherungsarbeiten an den Dächern ausführen lassen.
Die Bürgerhäuser in der Inneren Lauenstraße gehören zu Bautzens prominentesten Wackelkandidaten. In den letzten Wochen hat der Eigentümer hier Sicherungsarbeiten an den Dächern ausführen lassen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Der Krach kam aus heiterem Himmel. Zwar stand das Mehrfamilienhaus an der Jauernicker Straße in Görlitz schon seit gefühlten Ewigkeiten leer, aber mit einem Einsturz rechnete niemand. Bis an einem Freitag Mitte Juli das Innere des um 1900 errichteten Gebäudes in sich zusammensackte. Bürger sahen eine Staubwolke und riefen die Feuerwehr. „Es soll auch ganz schön geknallt haben“, erzählten Tags darauf zwei Frauen, die fast gegenüber des eingestürtzen Hauses wohnen.

Auch in Bautzen gibt es „gefährdete Objekte“, sagt Laura Ziegler von der Pressestelle der Stadtverwaltung. „Diese sind derzeit jedoch nicht akut einsturzgefährdet. Die gefährdeten Objekte stehen unter Beobachtung.“ Konkrete Beispiele nannte die Sprecherin nicht. Aber die Stadtverwaltung listete Jahr für Jahr auf, welche Gebäude besondere Beobachtung verdienen. Zuletzt war dies im Herbst 2018 der Fall.

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Wiederholt tauchten die Bürgerhäuser an der Inneren Lauenstraße als Wackelkandidaten auf. Zwar ließ der Besitzer der Häuser auf Drängen der Stadt inzwischen die maroden Hinterhäuser abreißen. Doch im Oktober 2018 stürzte ein Teil des Treppenhauses ein. Seitdem muss ein Gerüst Passanten vor herabfallenden Ziegeln schützen. Zurzeit laufen Sicherungsarbeiten.

Etwa 30 Häuser sind Dauergast auf der Liste der gefährdeten Häuser in Bautzen. Dazu gehören auch drei Gebäude an der Gerberstraße. Oft liegt es an schwierigen Eigentumsverhältnissen, dass sich an den Häusern über Jahre nichts tut. Wenn zum Beispiel der letzte Besitzer verstorben ist, suchen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung nach den Erben. Da sich diese selten melden, kann das einige Zeit dauern.

Wenn die Stadt jetzt feststellt, dass kein Haus akut einsturzgefährdet sei, dürfte die hiesige Feuerwehr auch vor Einsätzen wie jüngst ihre Görlitzer Kollegen verschont bleiben. Dort mussten die Kameraden das Haus praktisch von oben inspizieren. Mithilfe einer Drehleiter stellten sie fest, dass die Decken mehrerer Stockwerke eingestürzt waren. (SZ/sdn/mho/tbe)

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