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37 Grad in Radebeul – ab in die Fluten

Rolf Schachtschneider, der Badleiter im Bilzbad, macht ein zufriedenes Gesicht. Die Badelustigen strömen in Scharen in die Erfrischungsoase oberhalb des Lößnitzgrundes. „Letztes Wochenende sind 3500 gekommen, um in die Wellen zu springen oder im Inselbad zu planschen“, freut sich Schachtschneider.

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Rolf Schachtschneider, der Badleiter im Bilzbad, macht ein zufriedenes Gesicht. Die Badelustigen strömen in Scharen in die Erfrischungsoase oberhalb des Lößnitzgrundes. „Letztes Wochenende sind 3500 gekommen, um in die Wellen zu springen oder im Inselbad zu planschen“, freut sich Schachtschneider.

Das Bad geht mittlerweile mit bis zu 2000 Besuchern an seine Kapazitätsgrenze. Und die Mannschaft, die derzeit bis zu 77 Stunden die Woche arbeitet, schiebt kräftig Überstunden. Das geht aber auch nicht anders. Denn in den Monaten Mai und Juni war das Badgeschäft eher mies. Keine 100 Besucher im Mai, immerhin 8000 im gesamten Juni, hat Schachtschneider in der Statistik. Mindestens 10000 müssten es in diesen beiden Monaten sein.

Fünf Leute zählt die Mannschaft derzeit im Bilzbad. Ein Kollege aus der Schwimmhalle helfe mit aus. Das Angebot für die Besucher ist auch neben der Attraktion Wellenbad reichlich: Es gibt Felder für Beachvolleyball, Streetball, Federball, einen Sandspielplatz für kleine Kinder, eine Minigolfanlage und wer will, kann mit einem Elektroauto fahren.

Wer sich derzeit in die Welle wirft, wird bei 23 Grad erfrischt. Im Inselbad sind es 19 Grad. Die Temperaturen würden aber täglich weiter steigen, so Badchef Schachtschneider.

Bilzbad: Meiereiweg 108, Telefon: 0351/

8 38 72 47, Öffnungszeiten: Mitte bis Ende Mai und Anfang bis Ende September täglich von 10 bis 19 Uhr, von Juni bis August täglich von 9 bis 20 Uhr, Eintritt: 3,50 Euro; Kinder 1,50 Euro

Im Lößnitzbad, dem Naturbad nahe der Elbe an der Fabrikstraße, gibt es noch reichlich Freifläche. Badleiterin Anne Kaspar würde sich über mehr Besucher freuen. „Trotz der Hitze haben wir derzeit nur 300 bis 500 Badegäste am Tag“, sagt sie. Die übliche Kapazität des Bades, das vom Grundwasser gespeist wird, liegt bei bis zu 1200 Besuchern.

Der beste Besuchertag sei bisher der letzte Sonntag mit 820 Badenden gewesen. Noch reichen für diesen Badebetrieb die drei bis vier Mitarbeiter aus. Weitere Hilfskräfte, so Anne Kaspar, würden auf Abruf bereit stehen.

Auch im Lößnitzbad war der Mai einer der schlechtesten seit Jahren – ganze 100 Besucher hatte die Anlage. Im Juni waren es immerhin 2600, und im Juli bisher 2700.

Der Radebeuler Sportstätten- und Bäderbetrieb sbf GmbH rechnet in beiden Bädern mit mindestens über 50000 Besuchern im Sommer. Zu DDR-Zeiten gab sogar bis zu 80000 Radebeuler und Auswärtige, die in die Bäder strömten. Peter Redlich

Lößnitzbad: Fabrikstraße 49, Telefon: 0351/ 8 38 66 58, Öffnungszeiten: Mitte bis Ende Mai und Anfang bis Ende September: täglich von 10 bis 19 Uhr, von Juni bis August: täglich von 9 bis 20 Uhr, Eintritt: 2,50 Euro, Kinder ein Euro