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37 Meißner Zeugen Jehovas mussten im KZ leiden

Meißen. „Arbeit macht frei“ steht bis heute über dem Tor des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz. Das ist aber im völligem Gegensatz zu dem, was sich zwischen 1940 und 1945 hinter diesem Tor ereignete.

Meißen. „Arbeit macht frei“ steht bis heute über dem Tor des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz. Das ist aber im völligem Gegensatz zu dem, was sich zwischen 1940 und 1945 hinter diesem Tor ereignete. Die Nationalsozialisten ermordeten dort über ein Million Menschen. Heute noch steht Auschwitz als das Symbol schlechthin für millionenfachen Mord und Verbrechen gegen die Menschheit in den NS-Konzentrationslagern.

Was vielleicht die wenigsten wissen: „Die Zeugen Jehovas waren bereits unter den ersten Polen, die mit den Transporten aus dem annektierten Gebiet Polens ins KL Auschwitz eintrafen“, schrieb die führende Historikerin Teresa Wontor-Cichy. Sie wurden von der SS als einzige religiöse Häftlingsgruppe durch einen gesonderten Winkel stigmatisiert: den lila Winkel. Sie waren auch die einzige Gruppe, die jederzeit hätte freikommen können - allerdings nur durch die Lossagung von ihrem Glauben. Doch kaum einer unterschrieb. Wontor-Cichy stellt fest: „Die Häftlingsgruppe verdient jedoch eine besondere Beachtung aufgrund ihrer moralischen Integrität, die sie trotz der Lagerverhältnisse bewahrte. Ihre Haltung resultierte aus religiösen Überzeugungen, die sich auf die Bibel stützten, und aus der Ablehnung jeder Gewalt.“ 4200 der 11300 durch die Nationalsozialisten inhaftierten Zeugen Jehovas kamen in Konzentrationslager, 400 allein nach Auschwitz. 150 von ihnen starben dort. Insgesamt verloren im Dritten Reich zirka 1500 Zeugen Jehovas ihr Leben, rund 370 durch Hinrichtung, größtenteils wegen Wehrdienstverweigerung. Aus Meißen kamen in dieser Zeit 37 Zeugen Jehovas in verschiedene KZ, darunter Hugo Henschel, der am 10. Mai 1944 hingerichtet wurde, weil er den Wehrdienst verweigert hatte. Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich in diesem Jahr zum 70. Mal. Steffen Jacobi

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