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Dippoldiswalde

400 Zeichnungen erklären, wo die Liebe ist

Leonie Lehmann aus Dipps nimmt am Jugendkunstpreis teil. Dafür hat die 17-Jährige einen Trickfilm gezeichnet.

Aus diesen insgesamt 400 Zeichnungen hat Leonie Lehmann einen Trickfilm gestaltet. Damit nimmt sie am Jugendkunstpreis am Wochenende in Leipzig teil.
Aus diesen insgesamt 400 Zeichnungen hat Leonie Lehmann einen Trickfilm gestaltet. Damit nimmt sie am Jugendkunstpreis am Wochenende in Leipzig teil. © Egbert Kamprath

Leonie Lehmann hat bis spät in die Nacht gearbeitet, hat rund 400 Zeichnungen alle von Hand angefertigt und daraus am Ende einen Trickfilm von drei Minuten und 25 Sekunden Länge gestaltet. Damit nimmt sie am Jugendkunstpreis teil, der am Wochenende in Leipzig ausgewertet wird. Und sie gibt eine Antwort auf die Wettbewerbsfrage: Wo ist die Liebe?

Mit dieser Antwort fährt die 17-Jährige aus dem Dippoldiswalder Ortsteil Oberhäslich am Sonnabend nach Leipzig zum Wettbewerb. Über 300 Jugendliche nehmen daran teil, wie Projektleiterin Sandra Böttcher informierte. Leonie Lehmann ist eine der zehn jungen Leute, die mit einem Film antreten. Andere tragen Tänze bei, Musikstücke, Theaterstücke oder Literaturbeiträge. Sogar eine Zirkusnummer ist mit im Rennen.

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Leonie Lehmann ist sehr gespannt auf den Tag. Sie nimmt zum ersten Mal daran teil und hat keine Ahnung was sie dort erwartet. Angekündigt ist ein Programm auf zwei Bühnen, das den ganzen Tag läuft, eine Ausstellung mit Fotografien und bildender Kunst sowie ein Konzert der Band „The Ladies Home Journal“. Am Abend kommt dann die Ministerin für Gleichstellung und Migration, Petra Köpping, zur Preisverleihung.

Leonie Lehmann ist durch eine Lehrerin auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht worden. Sie besucht die Semper-Schule in Dresden, wo sie einerseits das Fachabitur und parallel dazu eine Ausbildung zur Grafik- und Mediendesignerin macht. An der Schule hat sie bereits einmal bei einem Zeichentrickprojekt mitgemacht. Daher weiß sie, wie so etwas funktioniert. Aber der Beitrag für den Jugendkunstpreis war dann doch eine besondere Anstrengung. Die 400 einzelnen Bilder, aus denen sich der Film zusammensetzt, hat sie alle selbst gezeichnet und dann im Computer zu bewegten Szenen zusammengesetzt.

Zeichnen ist Leonies Leidenschaft, seitdem sie einen Stift halten kann. Deswegen hat sie sich nach der Mittleren Reife an der Oberschule Schmiedeberg auch entschieden, eine Ausbildung in dieser Richtung zu machen. Am liebsten malt sie realistische Bilder, vor allem von Tieren. Menschenbildnisse macht sie auch, aber seltener. „Da bin ich auch nicht so gut darin“, sagt die 17-Jährige.

In der Kunst sieht sie auch ihre berufliche Zukunft. Momentan ist sie dabei, einen Onlineshop zu erstellen, in dem sie dann Fotografien und Zeichnungen anbietet sowie auch Tattooentwürfe, Logodesigns oder Plakatgestaltungen. „Ich möchte meine eigene Kunst unter die Menschen bringen und mir etwas Eigenes aufbauen“, sagt sie. Das betreibt sie jetzt neben der Schule und will es nach dem Abschluss ausbauen.

Ein Schritt, um ihre Kunst unter die Menschen zu bringen, wird der Jugendkunstpreis. Ihre Antwort auf die Wettbewerbsfrage nach der Liebe lautet: „Die Liebe ist im Moment“. Das ist der Titel ihres Trickfilms. Sie meint damit Momente, wenn sie beispielsweise auf dem Pferd sitzt und auf einem schönen Aussichtspunkt die Landschaft genießt. So ist die Liebe überall zu finden, man muss nur den Augenblick fassen, der sich bietet.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.

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